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Chorleiterin freut sich auf Seußlitzer Konzert

Singen bringt Freude. Und wenn die Musik Menschen in Not hilft, umso besser. Das dachte sich auch die Geißlitzer Chorleiterin Jutta Reiß, als sie und ihr Vokal- und Instrumentalensemble „Ars Musica“ vor zwei Jahren erstmals die humanitären Aktionen der Stiftung „Lichtblick“ unterstützten.

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Singen bringt Freude. Und wenn die Musik Menschen in Not hilft, umso besser. Das dachte sich auch die Geißlitzer Chorleiterin Jutta Reiß, als sie und ihr Vokal- und Instrumentalensemble „Ars Musica“ vor zwei Jahren erstmals die humanitären Aktionen der Stiftung „Lichtblick“ unterstützten. Bei Konzerten in der Weihnachtszeit, die in der kirchlichen Tradition noch bis Anfang Februar geht, sammelten sie Spenden.

Auch am kommenden Sonntag verzichtet das 18-köpfige Ensemble in der Schlosskirche Seußlitz auf einen Eintritt. Während des Festkonzertes „In Natali Domini“, das 16 Uhr beginnt, bittet es stattdessen für eine Spende für die Familie Haußmann aus Bobersen. Mutter Annette hatte vor ein paar Jahren einen Tumor im Kopf, der ihr entfernt wurde. Seitdem sitzt die 34-Jährige im Rollstuhl. Ehemann Axel und Töchterchen Charlotte wünschen sich für Mama ein Pedalgerät, mit dem sie ihren Rollstuhl selbstständig lenken kann. Das kostet etwa 3500 Euro. Die Krankenkasse zahlt nicht...

Jutta Reiß und ihr Mann Robert erfuhren davon aus der SZ. „Wir wollen für einen konkreten Fall aus der näheren Umgebung Spenden sammeln“, sagt Robert Reiß. Die Geschichte der Familie Haußmann berührte sie sehr.

Unterstützung kam vom Merschwitzer Pfarrer Jörg Matthies, der für das Konzert die Seußlitzer Schlosskirche zur Verfügung stellte. „Sie hat eine schöne Arkustik und eine schöne Atmosphäre“, sagt Jutta Reiß schwärmend. Die Barockkirche biete das passende Ambiente für die Musik, der sich „Ars Musica“ verschrieben hat. Das sind vor allem Musikstücke aus dem Barock. So werden am Sonntag u.a. Werke von Bach, Buxtehude und Praetorius zu hören sein.J.Richter