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Chronik

12. April 2003 Das Nationale Olympische Komitee für Deutschland (NOK) wählt Leipzig zum deutschen Kandidaten für die Olympischen Spiele 2012. 15. Mai Köhler tritt sein Amt als Olympia-Staatssekretär der Landesregierung an.

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12. April 2003 Das Nationale Olympische Komitee für Deutschland (NOK) wählt Leipzig zum deutschen Kandidaten für die Olympischen Spiele 2012.

15. Mai Köhler tritt sein Amt als Olympia-Staatssekretär der Landesregierung an. Im August 2000 hatte der damalige Oberbürgermeister von Riesa die Öffentlichkeit mit dem Vorschlag verblüfft, Sachsen solle sich um die Ausrichtung Olympischer Spiele bewerben.

4. Oktober Die Tageszeitung „Die Welt“ berichtet zum ersten Mal über Stasi-Verstrickungen von Dirk Thärichen, Geschäftsführer der „Leipzig 2012 GmbH“. Thärichen bestreitet die Vorwürfe einer aktiven Stasi- Mitarbeit vehement.

5. Oktober Der Präsident des Rostocker Olympia-Fördervereins „Rostock Olymp“ Harald Lochotzke räumt gegen ihn erhobene Stasi-Vorwürfe teilweise ein. „Die Welt“ hatte am Vortag berichtet, Lochotzke habe 1986 eine Verpflichtungserklärung bei der Stasi unterschrieben.

7. Oktober Lochotzke tritt zurück.

8. Oktober Thärichen lässt sein Amt ab sofort ruhen.

17. Oktober Nach Presseberichten besteht gegen Thärichen nun auch ein Verdacht auf Untreue. Milbradt ordnet eine Überprüfung der „Leipzig, Freistaat Sachsen und Partnerstädte GmbH“ an.

18. Oktober Der Aufsichtsrat der „Leipzig 2012 GmbH“ kündigt Thärichen fristlos, der sich nun auch mit Vorwürfen von unsauberen Geschäftspraktiken konfrontiert sieht.

23. Oktober Ministerpräsident Milbradt beauftragt den Dresdner Regierungspräsidenten, die Anschuldigungen gegen Köhler klären zu lassen.

28. Oktober Die Personalprobleme bei der deutschen Olympia-Bewerbung erreichen den Aufsichtsrat der „Leipzig 2012 GmbH“. Sachsens Landessportbund-Präsident und CDU-Generalsekretär Hermann Winkler lässt sein Mandat mit sofortiger Wirkung ruhen.

30. Oktober Sachsens Regierung trennt sich von Olympia-Staatssekretär Köhler. Dieser war nur 169 Tage im Amt. (dpa)