SZ +
Merken

chronik des steinbruchs alte poste

1940. Nach jahrzehntelangem Betrieb wird der Abbau im Steinbruch Alte Poste bei Doberzeit stillgelegt. März 1995. Trotz erheblicher Bedenken beim Naturschutz genehmigt das Oberbergamt Freiberg den Sandstein-Steinbruch Alte Poste.

Teilen
Folgen

1940. Nach jahrzehntelangem Betrieb wird der Abbau im Steinbruch Alte Poste bei Doberzeit stillgelegt.

März 1995. Trotz erheblicher Bedenken beim Naturschutz genehmigt das Oberbergamt Freiberg den Sandstein-Steinbruch Alte Poste. Jahrzehnte war dort Ruhe.

Juli 1997. Nach massiver Intervention der Bamberger Natursteinwerke Graser erteilt das Regierungspräsidium Dresden eine naturschutzrechtliche Befreiung.

September 1997. Der Gesteinsabbau in der Alten Poste beginnt.

Juli 1998. Die Firma Graser beantragt eine Enteignung angrenzender Grundstücke. Das wäre die erste kalte Enteignung in Ostdeutschland nach dem noch geltenden DDR-Bergrecht nach der Wende.

August 1998. Nach Vermittlung führender CDU-Politiker wird mit der Firma Graser ein Kompromiss erzielt. Ab 2001 dürfen 500 Kubikmeter Sandstein abgebaut werden. Nach Genehmigung des Rahmen-Betriebsplans verpachtet ein Eigentümer Land.

Ende 1998. Einreichung eines überdimensionierten Rahmenbetriebsplans. Es soll die fünffache Menge der Kompromiss-Vereinbarung abgebaut werden. Damit platzt die mühsam erzielte Einigung.

1998/99. Mehrere Verstöße gegen Auflagen im Steinbruch, darunter Zerstörung eines Biotops, Abbau außerhalb genehmigter Flächen.

November 2002. Das Bergamt Hoyerswerda genehmigt den Rahmenbetriebsplan für den Abbau bis 2015.

8. April 2003. Bei einem SZ-Forum in Lohmen bekräftigen Kommunal- und Landespolitiker sowie Bürger, dass sie sich weiter gegen den Abbau in der Alten Poste wehren werden.

September 2003. Der Steinbruch wird wohl keine geforderte Randbegründung bekommen. Denn die Bamberger Natursteinwerke wollen die eigenen Flächen abbauen. Weitere bekommen sie aber von den Anliegern nicht.