merken
PLUS Döbeln

Cinema öffnet unter Coronabedingungen

Im Kinosaal muss aber keine Maske aufgesetzt werden. Im Theater hat man damit schon Erfahrungen gesammelt.

Niklas Spitzer und seine Mannschaft werden am Donnerstag im Cinema wieder loslegen.
Niklas Spitzer und seine Mannschaft werden am Donnerstag im Cinema wieder loslegen. © Dietmar Thomas/Archiv

Döbeln. Nach mehr als 120 Tagen Stillstand will das Cinema am kommenden Donnerstag wieder loslegen: Mit dem Kinderfilm „Meine Freundin Conni – Geschichten um Kater Mau“ und einem Film von anderen Ende der Skala – dem Horrorstreifen „Gretel & Hänsel“. Mit „Mulan“ kommt ein richtiger Kracher zwar erst am 23. Juli ins Kino. „Wir wollten aber den Neustart nicht mehr aufschieben. Ab 9. Juli sind wie zu den gewohnten Zeiten am Start“, sagte Niklas Spitzer, Leiter des Cinema. "Auch für die Sommerferien werden wir ein schönes Programm hinbekommen."

Das Hygienekonzept sei noch mit dem Ordnungsamt der Stadt abzustimmen. Aber eines steht jetzt schon fest: Im Kinosaal selbst müssen die Gäste keinen Mundschutz tragen. „Wir können die Besucher platzieren, halten die Abstände ein und die Lüftungsanlage sorgt für den Luftaustausch“, sagte Spitzer. Ob im Foyer Masken getragen werden müssen, sei noch abzustimmen.

Anzeige
Versuch macht klug - die Universitätsschule
Versuch macht klug - die Universitätsschule

Die Universitätsschule Dresden ist ein sogenannter Schulversuch. Bundesweit gilt sie als Vorreiter für eine neue Form des Unterrichts – nicht erst seit Corona.

Erstmalig Kammermusik

Mit dem Autokino auf dem Steigerhausplatz hatte sich das Cinema ein bisschen Luft verschafft. „Wenn man nichts tun kann, wird man wahnsinnig. Wir hätten uns aber gefreut, wenn das besser angenommen worden wäre“, sagte Spitzer. Der Film „Dirty Dancing“ sei gut angekommen. Auch die deutschen Filme und Blockbuster am Freitag und Sonnabend seien besser gelaufen. Nicht so gut die Filme am Donnerstag und Sonntag.

Das Mittelsächsische Theater hat den Spielbetrieb in der Krise vor einer Woche zum ersten Mal bei einem Liederabend ausprobiert. An diesem Freitag soll es zum ersten Mal statt eines Sinfoniekonzerts „Kammermusik in sinfonischer Dimension“ geben. Kammerkonzert deshalb, weil maximal fünf bis sechs Musiker auf die Bühne dürfen. Zu hören gibt es Peter Tschaikowskys Klaviertrio Opus 50, das schon mit seiner Länge von 40 Minuten die üblichen kammermusikalischen Grenzen sprengt. Auf der Bühne müssen in diesem Fall nur drei Musiker Platz finden. Neben Sergey Tsoy, Konzertmeister der Mittelsächsischen Philharmonie, die Solocellistin Hanna Pyrozhkova und Generalmusikdirektor Raoul Grüneis am Klavier.

Vordere Reihen bleiben frei

Auch im Theater ist alles an Corona angepasst. Beim Liederabend vor einer Woche hat man das zum ersten Mal ausprobiert. Die Besucher wurden vom Foyer in den Theatersaal gebracht. Mit Mundschutz, der am Sitzplatz angenommen werden durfte. „Das war nicht so schwierig, weil nur 20 Besucher gekommen sind. Ich rechne auch beim Kammerkonzert nicht mit viel mehr Publikum“, sagte Pressedramaturg Christoph Nieder. Eigentlich passen in den Theatersaal mit den nötigen Abständen 50 bis 60 Besucher.

Beim Liederabend waren wegen der Blasinstrumente die drei vorderen Reihen freigeblieben und danach jede zweite Reihe. Auch zwischen den Besuchern musste jeweils ein Platz freibleiben. Nur Leute aus dem gleichen Hausstand durften zusammensitzen.

Weiterführende Artikel

Mulan-Werbung brennt in Döbeln

Mulan-Werbung brennt in Döbeln

Der Film Mulan soll nicht in den Kinos gezeigt werden. Die Betreiber des Cinema machen ihrem Ärger mit dem Feuerzeug Luft.

„Wir basteln für die neue Spielzeit an einem Programm unter Corona-Bedingungen. Es wird wohl darauf hinauslaufen, dass sich bis zum Jahresende nichts ändern wird“, sagte Nieder. „Wir vermessen auch das Volkshaus als mögliche Alternative für die nächste Spielzeit.“

Kammermusik, diesen Freitag, 20 Uhr, Döbelner Theater

Mehr lokale Nachrichten aus Döbeln und Mittelsachsen lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Döbeln