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City-Initiative sammelt sich

Am Donnerstag will der Verein im zweiten Versuch ins Leben treten. Zwölf Gewerbetreibende aus Kamenz haben sich für den Vorstand beworben. Das sollte reichen.

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Von Frank Oehl

Der Schock saß tief im Januar. Vor einem viertel Jahr wollte sich die Kamenzer City-Initiative als eingeschriebener Verein gründen, aber ach: Auf dem Kandidatenbogen für den Vorstand blieben zu viele Spalten leer. Außerdem hatten sich nur etwa 30 Gewerbetreibende – 135 waren eingeladen – überhaupt in den Ratssaal begeben. Nach vielen Event-Erfolgen mit Einkaufsnächten, Vereins- und Frühlingsfesten und verkaufsoffenen Sonntagen war dies eine herbe Enttäuschung gewesen. Sie war aber nicht so groß, dass die Initiatoren um Sprecher Armin Burkhardt nun die Köpfe in den Sand gesteckt hätten: „Wir starten noch einen zweiten Versuch.“

Vier verkaufsoffene Sonntage

Er findet nun am Donnerstag, dem 26. April, an gleicher Stelle statt. „Vor allem nach dem Start des neuen Ladenschlussgesetzes ist es wichtig, sich noch enger zusammenzuschließen“, schreiben Armin Burkhardt und David Kliemann von der Stadtverwaltung in der Einladung. Dass die Zeit drängt, hat auch die jüngste Stadtratssitzung bewiesen: Zum ersten Mal überhaupt steht der Stadt frei, über die vier verkaufsoffenen Sonntage im Jahr selbst zu befinden. Was früher den Kreistag passierte, kann nun auf kurzem Wege entschieden werden. Festgelegt sind nun zunächst der 6. Mai, der 30. September, der 11. November und der 16. Dezember. „Es ist klar, dass der Erfolg dieser Tage davon abhängt, wie City-Initiative und Stadt an einem Strang ziehen“, so Armin Burkhardt. Die erste richtige Bewährungsprobe wäre der 30. September. „An diesem Tag könnte die Stadt 500 Jahre Marktrecht feiern“, ergänzt Wirtschaftsreferentin Bettina Bartaune aus dem Rathaus.

Pro Aktion fallen 25 Euro an

An der „Konzentration der Kräfte“ auf einige, dafür umso wichtigere Höhepunkte will man festhalten. Dies spiegelt sich auch im Satzungsentwurf der City-Initiative wider. Dort steht die „Gemeinschaftsaktion“ im Mittelpunkt. So sollen keine Beiträge, dafür Umlagen für die Vereinsevents anfallen. Pro Geschäft wären dies 25 Euro pro Aktion, mit denen das gemeinsame Marketing getragen würde. Falls sich Geschäftsleute beteiligen, die kein Mitglied sind, würden stattdessen 35 Euro als Aufwandsentschädigung erhoben. „Damit wollen wir die Mitgliedschaft in der City-Initiative schmackhaft machen“, so Burkhardt.

Ob’s gelingt, zeigt sich zunächst am Donnerstag. Erfreulich: Bereits zwölf Gewerbetreibende haben sich für den siebenköpfigen Vorstand beworben. „Daran dürfte es also nicht scheitern“, so Burkhardt. Bliebe noch die allgemeine Beteiligung der Mitglieder. „Jedenfalls sind alle Geschäftsleute angesprochen. Auch, wer keine persönliche Einladung erhalten haben sollte.“

Die Vereinsgründung findet am 26. April, 19 Uhr, im Kamenzer Ratssaal statt.