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Colloseum ist wieder da

Nach halbjähriger Abstinenz ist die Modemarke zurück in Zittau. Das wird am Sonnabend mit Sekt gefeiert.

© Mario Heinke

Von Mario Heinke

Anett Noack und ihr neues Team können am Freitagvormittag trotz der Hitze schon etwas aufatmen. Die neue Filiale der Modemarke „Colloseum“ in der Bautzner Straße ist fast fertig eingeräumt. Zwei Tage lang haben vier Mitarbeiterinnen und sechs Kolleginnen aus den Filialen in Dresden, Görlitz und Bautzen beim Einräumen geholfen. „Heute konzentrieren wir uns auf den Feinschliff“, sagt Frau Noack.

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Zur Eröffnung am Sonnabendvormittag, um 9 Uhr, erwarten die Frauen einen Ansturm auf das Modegeschäft, denn „Colloseum“ gehört in Deutschland und Europa mit seinen rund 200 Filialen zu den Kundenmagneten und ist weiter auf Expansionskurs. Zur Eröffnung gibt es Sekt und zehn Prozent Rabatt auf alle Artikel, so Frau Noack. Sie ist die einzige Mitarbeiterin, die aus dem alten Team übrig blieb. Die Quereinsteigerin begann vor fünf Jahren als Aushilfe bei der Modekette und konnte sich bis zur Filialleiterin hocharbeiten.

Aber nicht nur das Team ist neu, auch das Konzept habe sich verändert, erklärt Gebietsleiterin Daniela Schubert. Sie betreut Filialen in Süd- und Ostdeutschland. Ein verspiegelter Lichtschacht, weißer Fußboden und unzählige Lichtstrahler sorgen für eine freundlich helle Atmosphäre und optimale Ausleuchtung des Sortiments. Textilien, Schuhe und Accessoires sind thematisch geordnet und untereinander kombinierbar. Festhalten wird das „Colloseum“ jedoch an den verlängerten Öffnungszeiten –  wochentags bis 19 Uhr und sonnabends bis 16 Uhr. Die Zeiten haben sich schon in der alten Filiale am Markt bewährt. Die Modemarke ist mit diesen Öffnungszeiten noch die Ausnahme in der Zittauer Innenstadt. Die Nachbarn auf der Bautzner Straße signalisierten bereits ihre Freude über die Eröffnung, denn die Fußgängerzone wird mit dem Kundenmagneten zweifellos aufgewertet.

Wie beliebt das „Colloseum“ besonders bei der jüngeren, weiblichen Kundschaft ist, zeigte sich, als zum Jahresende auf dem Markt die Lichter ausgingen. In den sozialen Netzwerken schimpften vor allem junge Frauen über die mangelnde Attraktivität des Stadtzentrums als Einkaufsstandort und wähnten sich schon in einer Art Seniorenstadt. Was sie nicht wussten, die Modekette war schon damals auf Standortsuche. Im Juni unterschrieb das Kölner Unternehmen dann den Mietvertrag für das ehemalige Café „Eiszauber“ in der Bautzner Straße 11 bei der Wohnbaugesellschaft Zittau, der das Haus gehört. Die Wirtschaftsförderung der Stadt hatte bei der Standortsuche geholfen.

Zittau ist in diesen Tagen im Eröffnungsfieber. Nach den „Elfen“ vergangene Woche, Fielmann am Donnerstag, kehrt das „Colloseum“ zurück. In der jüngeren Vergangenheit gab es noch nie derart viele Geschäftsumzüge innerhalb kurzer Zeit im Stadtzentrum. Der Zittauer Einzelhandel sortiert sich neu.