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PLUS Meißen

Commerzbank wächst weiter

Die Filialen in Meißen und Radebeul setzen mehr um, zählen mehr Kunden – aber viele lassen sich Zinsen entgehen.

Gute Zahlen – Anja Vogler (l.) ist für die Commerzbank-Filialen Meißen, Radebeul und Riesa zuständig, Heike Ziegenbalg für die Öffentlichkeitsarbeit.
Gute Zahlen – Anja Vogler (l.) ist für die Commerzbank-Filialen Meißen, Radebeul und Riesa zuständig, Heike Ziegenbalg für die Öffentlichkeitsarbeit. © Claudia Hübschmann

Meißen. Während andere Banken ihre Jubiläen absagen, hat die Commerzbank Grund zum Feiern. „Vor 150 Jahren gründeten sie zwölf Hamburger Kaufleute und heute haben wir mit 800 Filialen das dichteste Netz aller Banken in Deutschland“, sagt Marktbereichsleiterin Anja Vogler. Sie leitet die drei Filialen in Riesa, Meißen und Radebeul. Und wie sich die beiden letztgenannten entwickeln, war Thema eines Pressegesprächs am Mittwoch.

Rund 19.500 Privat- und Unternehmerkunden zählte die Commerzbank 2019 in ihren Filialen in Meißen und Radebeul – das ist ein Plus von 650, im Vergleich zu 2018. Unternehmerkunden sind etwa Ärzte, Freiberufler, Gewerbetreibende oder Handwerker, die bis zu 15 Millionen Euro Jahresumsatz erwirtschaften.

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 Unternehmen, die darüber liegen, werden von der Niederlassung Dresden betreut. Das Geschäftsvolumen der beiden Filialen in Meißen und Radebeul wuchs im gleichen Zeitraum um acht Prozent auf 424,5 Millionen Euro. Insgesamt sei das eine gute Durchdringung des Marktes, sagt Anja Vogler.

„Wir schaffen das kostenlose Girokonto nicht ab“, erklärt die Marktbereichsleiterin und nennt damit eine Ursache für die positive Entwicklung der Bank in der Region. Und sie hofft auf weiteren Zuwachs, sei doch die Bereitschaft zum Wechsel so hoch wie nie zuvor, fast jeder zweite Kunde unter 35 in Deutschland denke aktuell über einen Bankwechsel nach.

Das seit zehn Jahren andauernde Zinstief macht den Kunden indes zu schaffen. „Bei null Prozent Zinsen und 1,5 Prozent durchschnittlicher Inflation haben Kunden auch 2019 wieder einen Teil ihres Vermögens verloren. Seit Ende 2010 liegt dieser Wertverlust pro Bundesbürger insgesamt bei 1.638 Euro – auch in Meißen und Radebeul“, betonte Anja Vogler.

 Umso erstaunlicher sei es, dass das Einlagenvolumen auf Giro- und Tagesgeldkonten oder auf Sparbüchern in den Filialen Meißen und Radebeul 2019 erneut um zwölf Prozent gestiegen ist. Damit liegen hier jetzt bei der Commerzbank mehr als 204 Millionen Euro, die keinen Cent Zins abwerfen.

Der Hauptgrund dafür ist die Angst, Geld in Wertpapieren anzulegen, weil die Anleger Verluste befürchten. Diese Angst möchte Anja Vogler gern zerstreuen. „Um Kunden vor der schleichenden Enteignung zu bewahren, bieten wir ihnen breit gestreute Wertpapieranlagen mit Laufzeiten von drei bis fünf Jahren an.“ 

Auch mit einem konservativ ausgerichteten Vermögensmanagement hätten Kunden im vorigen Jahr einen Wertzuwachs von 8,3 Prozent erzielen können, erklärt sie.

Was den Bereich der privaten Immobilienfinanzierungen betrifft, etwa für den Eigenheimbau, so haben die beiden Filialen 2019 neue Kredite in Höhe von zehn Millionen Euro vergeben. Anja Vogler: „Wir können es jungen Familien bieten, dass ihr Immobilienkredit bis zum Ende durchfinanziert ist.“

 Das heißt, dass beispielsweise über eine 30-jährige Laufzeit feste Raten garantiert werden und das Haus am Ende auch abbezahlt ist. Und: „Seit September 2019 bietet die Commerzbank auch eine grüne Baufinanzierung an, die einen Zinsrabatt für energieeffizientes Bauen gewährt.“

Was die Nachfrage nach Ratenkrediten für private Kunden betrifft, so hätten sich diese in Meißen und Radebeul bei 4,5 Millionen Euro auf Vorjahresniveau stabilisiert. Unternehmen besorgten sich knapp zwei Millionen Euro bei der Commerzbank, um in ihre Geschäfte zu investieren. 

Und dann macht Anja Vogler noch auf einen Trend aufmerksam: „Ende 2019 haben sich bereits 70 Prozent aller digitalen Nutzer über ihr Smartphone eingeloggt, ein Jahr zuvor waren es erst 43 Prozent.“

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