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Nochmal zwei Corona-Fälle im Landkreis Meißen

Im Krankenhaus liegt aber aktuell niemand. Das medizinische Personal leidet stark unter Stress, steht jedoch hinter den Eindämmungsmaßnahmen.

Ärzte und Pfleger demonstrieren das Intubieren bei einem Covid-19-Patienten an einer Patienten-Simulationspuppe auf einer Intensivstation. Nach einer neuen Studie litt medizinisches Personal stark unter Stress in der Pandemie.
Ärzte und Pfleger demonstrieren das Intubieren bei einem Covid-19-Patienten an einer Patienten-Simulationspuppe auf einer Intensivstation. Nach einer neuen Studie litt medizinisches Personal stark unter Stress in der Pandemie. © Christian Charisius/dpa-POOL/dpa

Meißen. Es geht weiter - wie schon an den Vortagen - im Doppelschritt. Im Vergleich zum Vortag sind im Landkreis Meißen zwei positiv getestete Personen hinzugekommen. Das teilte das Landratsamt am Freitag mit. Insgesamt gibt es jetzt im Landkreis Meißen 258 positiv auf SARS-CoV-2 getestete Personen. Zwölf Personen befinden sich in behördlich angeordneter Quarantäne. Es wurden 64 Kontaktpersonen von positiven Fällen identifiziert.

Unabhängig vom Status der Quarantäne ist aktuell keine Person in stationärer Behandlung. 20 Personen sind insgesamt verstorben.

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Und wieder zwei mehr.
Und wieder zwei mehr. © Gesindheitsamt Meißen
Die Kurven wollen so langsam wieder nach oben.
Die Kurven wollen so langsam wieder nach oben. © Gesundheitsamt Meißen
Die mittlere Altersgruppe ist am stärksten betroffen.
Die mittlere Altersgruppe ist am stärksten betroffen. © Gesundheitsamt Meißen
Radebeul bleibt vorn.
Radebeul bleibt vorn. © Gesundhetisamt Meißen

Welche Auswirkungen die Covid-19-Pandemie auf die psychische Gesundheit von Beschäftigten im Gesundheitswesen hat, zeigt die erste deutschlandweite Studie der Augsburger Universitätsmedizin. Im Zeitraum vom 15. April bis 1. Mai 2020 wurden in ganz Deutschland 3.669 Beschäftigte im Gesundheitswesen online zu ihrer Belastung in der Pandemie befragt. Ebenso erfragt wurde die Wahrnehmung der Informationspolitik und die Zustimmung zu den von Staat und jeweiligem Krankenhaus ergriffenen Eindämmungsmaßnahmen.

Am höchsten waren subjektive Belastung und Stress beim Personal auf Covid-19-Stationen sowie beim Pflegepersonal, das sich im Vergleich mit der Ärzteschaft auch kritischer gegenüber der Informationssituation und den Eindämmungsmaßnahmen äußerten. Gründe dafür könnten sein, dass Pfleger mehr Zeit in direktem Kontakt mit Patienten und deren Angehörigen verbringen und dadurch vermehrt Sorgen und Ängsten ausgesetzt sind, aber auch dem Virus selbst. Die Ergebnisse zeigten weiterhin, dass Beschäftigte im Gesundheitswesen einem deutlich höheren Ansteckungsrisiko mit Covid-19 ausgesetzt waren.

„Insbesondere für Pflegende und für Mitarbeiter in Covid-19-Risikobereichen sollte es  Angebote zum Erkennen von beginnenden stress-assoziierten Erkrankungen geben“, sagt Studienautor Alkomiet Hasan. 

Insgesamt zeigen die Beschäftigten  jedoch hohe Zustimmungsraten zu den von Krankenhäusern und Staat ergriffenen Maßnahmen. Auch die Fragen nach der Verfügbarkeit von persönlicher Schutzausrüstung wurden überwiegend positiv beantwortet. Die Befragten gaben nur selten die Antwort, sich von ihrem Arbeitgeber sehr im Stich gelassen zu fühlen, und zeigten sich in der Mehrzahl willig, nach der Pandemie weiter im Gesundheitswesen arbeiten zu wollen.

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