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Altstadtfest fällt aus - Altstadt-Pin nicht

Sammler können auch in diesem Jahr einen Pin vom Görlitzer Fest erwerben. Dessen Verkauf kommt dem Fest 2021 zugute. Aber nicht nur.

So sieht der diesjährige Altstadt-Pin aus.
So sieht der diesjährige Altstadt-Pin aus. © Kulturservice Görlitz

Für viele ist er mittlerweile ein begehrtes Sammelobjekt: der jährliche Altstadt-Pin. Zum größten Volksfest der Oberlausitz legt der städtische Kulturservice seit Jahren auch einen neuen Anstecker auf.

Das ist auch in diesem Jahr der Fall, obwohl das Altstadtfest und das Jakuby Zgorzelec wegen der Corona-Einschränkungen ausfallen müssen. Eine Entscheidung, die Kulturservice-Chef Benedikt Hummel dieser Tage verteidigt, obwohl in Görlitz und Umgebung das Coronavirus kaum auftritt. "Beim Altstadtfest haben wir täglich 30.000 Besucher auf engstem Raum, die dann anschließend wieder heimfahren", sagt er. "Das kann man in diesen Tagen nicht riskieren." Die Gefahr, dass das Fest zu einem Corona-Hotspot wird, ist zu groß. "Deswegen ist es richtig, dass es nicht stattfindet."

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Mit dem Altstadt-Pin 2020 reagiert der Kulturservice aber genau auch auf die Lücke, die Corona reißt. Im Frühjahr war die geschlossene Altstadtbrücke für viele Görlitzer eine neue Erfahrung, die sie sich nie vorstellen hätten können. Die Grenze war wieder dicht, auf polnischer Seite wurde die Grenze gar mit Maschinenpistolen gesichert. Zugleich ist sie aber das Symbol der Europastadt Görlitz/Zgorzelec, "für die Verbundenheit zwischen den Nachbarstädten", wie Hummels Geschäftsführerkollegin Maria Schulz sagt. Deswegen ziert die Altstadtbrücke in diesem Jahr die Sonderausgabe des Altstadt-Pins. Mit dem erstmals aufgedruckten Schriftzug "Jakuby Zgorzelec" wird zudem auch das größte Fest auf polnischer Seite gewürdigt. "Wir sehen in der Gestaltung des Pins auch unsere Freude zum Ausdruck gebracht, dass wir die Grenze wieder ohne Probleme passieren können", sagt sie.

Auch der Preis ist einmalig. Der Pin kostet zehn Euro. Er soll aber nicht irgendwelche Lücken beim städtischen Kulturservice schließen helfen. "90 Prozent des Erlöses werden in einen deutsch-polnischen Kunstbeitrag beim Altstadtfest im nächsten Jahr eingesetzt", sagt Hummel. Das offensichtlich in den Planungen des Kulturservices ein besonderes Fest werden wird, Görlitz feiert schließlich seinen 950. Geburtstag. Die übrigen zehn Prozent kommen als Verkaufsprovision dem lokalen Handel und ehrenamtlichen Vereinen und Initiativen zugute. 

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Doch nicht nur einen Pin wie in den Vorjahren gibt es in diesem Jahr. Mit großfomatigen Bildern im Stadtbild hält der Kulturservice zwischen dem 14. August und dem 13. September die Erinnerungen an das Altstadtfest  lebendig und schürt die Vorfreude auf das nächste Jahr. An sieben Standorten in der Görlitzer Innen- und Altstadt werden die Bilder den Görlitzern und ihren Besuchern begegnen. Und wer nicht darauf warten will, der kann auf der Facebook-Seite des Altstadtfestes schon jetzt in Erinnerungen schwelgen. 

Die Altstadt-Pins gibt es an zahlreichen Verkaufsstellen, unter anderem auch im SZ-Treffpunkt, City-Center.

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