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Corona-Ambulanzen nicht ausgelastet

In den Ambulanzen in Freiberg sowie Mittweida könnten mehr Tests durchgeführt werden. Trotzdem ist der Aufwand groß.

Knapp 580 Tests wurden in der Corona- und Fieberambulanz in Freiberg bereits durchgeführt. Bei zwölf Personen war der Test positiv.
Knapp 580 Tests wurden in der Corona- und Fieberambulanz in Freiberg bereits durchgeführt. Bei zwölf Personen war der Test positiv. © Vereinigte Gesundheitseinrichtungen Mittelsachsen

Mittweida/Freiberg. In den Corona-Ambulanzen an den Kliniken Freiberg sowie Mittweida wird derzeit über eine Reduzierung des Angebotes nachgedacht. Die Einrichtungen könnten mehr Tests durchführen, als zurzeit gemacht werden. In Freiberg werden aktuell maximal zehn Tests pro Tag durchgeführt, wie Dr. Ulrike Träger, Sprecherin der Vereinigten Gesundheitseinrichtungen Mittelsachsen GmbH, mitteilte. Die Nachfrage nach Tests in der Ambulanz sei rückläufig.

Wie viele Tests derzeit pro Tag in Mittweida durchgeführt werden, sagt Sprecherin Ines Schreiber im Detail nicht. „Die Anzahl der täglichen Tests variiert sehr stark“, begründet sie. Fest stehe jedoch, dass deutlich mehr Tests durchführbar wären. „Falls sich die Nachfrage nicht ändert, kann das Angebot gegebenenfalls reduziert werden“, so die Sprecherin weiter.

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Einstellige Testzahlen pro Tag

Darüber wird auch in Freiberg nachgedacht. „Aktuell überlegen wir noch, wie wir mit dem derzeit niedrigen Aufkommen umgehen sollen und ob wir die Öffnungszeiten noch weiter einschränken“, äußerte sich Träger. Der derzeitige Personalaufwand stehe bei einstelligen Testzahlen pro Tag in keinem sinnvollen Verhältnis. Träger weist zudem darauf hin, dass alle Patienten, die aktuell Einrichtungen der Klinik, auch die Praxen des Medizinischen Versorgungszentrums, zu dem die Corona-Teststelle gehört, aufsuchen, einen Mund-Nasen-Schutz tragen sollten. „Die gilt insbesondere für Corona-Verdachtsfälle“, ergänzt die Sprecherin.

>>>Über die Ausbreitung des Coronavirus und über die Folgen in der Region Döbeln berichten wir laufend aktuell in unserem Newsblog.<<<

In Freiberg wurden seit der Eröffnung der Ambulanz am 25. März knapp 580 Tests durchgeführt. Bei zwölf Getesteten war das Ergebnis positiv. Hauptsächlich habe es sich dabei um Partner oder Mitbewohner eines Haushaltes gehandelt, in dem ein bereits positiv getesteter Patient lebt. Sogenannte Hotspots seien im Raum Freiberg nicht zu erkennen. Knapp 24 Stunden dauert es, bis das Testergebnis vorliegt. Die Untersuchungen der Proben werden in einem externen Labor in Plauen durchgeführt.

Auch OP-Patienten werden getestet

In der Ambulanz in Mittweida sind seit dem 26. März bis zum 23. April knapp 90 Personen getestet worden. In einer ersten Stufe waren in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt bis zum 30. März 17 Tests durchgeführt worden, vom 6. April bis zum 23. April kamen weitere 70 Tests hinzu. Auch in der Ambulanz in Mittweida liegt das Ergebnis nach 24 Stunden vor.

Wie viele positiv Getestete es in Mittweida gab und wo die Proben untersucht werden, dazu äußerte sich Sprecherin Ines Schreiber nicht. Inzwischen ist in der Klinik damit begonnen worden, auch Patienten zu testen, die sich in der Einrichtung einer notwendigen Operation unterziehen müssen. „Sie werden einen Tag vor der OP in die Klinik einbestellt, damit das Testergebnis rechtzeitig vorliegt“, so Schreiber.

In der vergangenen Woche haben sich die Voraussetzungen für einen Test auf das Coronavirus geändert. So werden nun nach aktuellen Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes Personen getestet, bei denen Erkältungssymptome wie Fieber oder Husten auftreten. Für den Test muss nunmehr nicht unbedingt Kontakt zu einer bereits positiv getesteten Person bestanden haben. „Die Patienten werden gebeten, vorab telefonisch mit der Corona-Ambulanz oder mit dem Hausarzt Kontakt aufzunehmen“, sagt Ines Schreiber. (DA/mf)

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