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Döbeln

Corona: Blutspende weiter wichtig

Die Blutspenden Aktion läuft in Zeiten der Corona-Krise unter höherer Sicherheitsstufe. Und noch etwas ist anders.

Spender warten vor der Körnerplatzschule darauf, dass sie sich für eine Blutspende anmelden können. Die läuft unter erhöhten Sicherheitsmaßnahmen.
Spender warten vor der Körnerplatzschule darauf, dass sie sich für eine Blutspende anmelden können. Die läuft unter erhöhten Sicherheitsmaßnahmen. © Dietmar Thomas

Eines funktioniert auch in Zeiten der Corona-Krise: Wie geplant hat das Rote Kreuz am Montag eine Blutspendenaktion gestartet. Hans-Jürgen Pielmeier war der erste, der in der Körnerplatzschule die Treppen zum Hochparterre hinaufstieg. 

„Ich komme immer zeitig, das kann bei der Wartezeit einen Unterschied von eineinhalb oder zwei Stunden ausmachen.“ Der 68-jährige Technitzer hat Erfahrung. Er kommt seit Jahrzehnten zu den Aktionen. Es ist an diesem Tag seine 136. Blutspende. Und doch ist sie diesmal anders.

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Pielmeier lässt sich vom Corona-Virus nicht abschrecken. „Ich hoffe ja, dass die Leute hier ordentlich untersucht und die Abstände eingehalten werden. Wir wollen ja nicht kuscheln“, sagte er. Gleich am Eingang steht ein Tisch und ein Schild: „Bitte unbedingt Hände desinfizieren“. 

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Olivia Köcher vom Blutspendedienst empfängt Pielmeier mit einer Schutzmaske vorm Gesicht. Mit einem kontaktlosen Thermometer misst sich die Körpertemperatur auf der Stirn. Gleich am Eingang wird abgefragt, ob die Spender Kontakt mit Corona-Infizierten hatten oder in einem der Risiko-Gebiete waren. 

„Wenn das zutrifft, dürfen die Leute die Räume gar nicht erst betreten“, sagte sie. Ins Spendenlokal dürfen auch nur eine begrenzte Anzahl von Menschen, um die vorgeschriebenen Abstände einhalten zu können. Alle anderen müssen diesmal vor der Tür warten.

Auf die Blutspende kann das Gesundheitssystem auch in Krisenzeiten nicht verzichten. „Es passieren ja trotzdem Unfälle. Und die Versorgung von Krebspatienten muss auch gesichert sein“, sagte Olivia Köcher, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit. Die Zahl der Spender sei wieder zunehmend. „Wir merken, dass die Solidarität in der Bevölkerung groß ist.“

Das örtliche Rote Kreuz unterstützte die Aktion des Blutspendedienstes. Am Montag waren vier Mitglieder der Döbelner Wasserwacht im Einsatz. Sie hatten alle eine Hygienebelehrung bekommen, sagte Olivia Köcher. Der übliche Spenderimbiss fiel diesmal aus. Stattdessen packten die Helfer Tüten mit belegten Brötchen, Süßigkeiten und Joghurt zum Mitnehmen.

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