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Ausnahme-Ostern in Meißen

Die Stadt erlebt Feiertage, wie es sie kaum jemals zuvor gegeben haben dürfte.

Töne von den Türmen: Der Meißner Osterruf, ein über die Stadt verteiltes musikalisches Ständchen, gibt am Sonntag den Bewohnern und Besuchern Auftrieb und Hoffnung.
Töne von den Türmen: Der Meißner Osterruf, ein über die Stadt verteiltes musikalisches Ständchen, gibt am Sonntag den Bewohnern und Besuchern Auftrieb und Hoffnung. ©  Foto: Claudia Hübschmann

Meißen. Es dürfte eines der wenigen Male an diesem Osterwochenende gewesen sein, dass auf dem historischen Meißner Marktplatz mehr als zehn Personen auf einmal zusammenkamen. Vom Turm der Frauenkirche schickte Johannes Albrecht vom Diakonischen Werk am Sonntagvormittag einen weit tragenden musikalischen Gruß über die Dächer der Altstadt.

Sein Ständchen war Teil des sogenannten Meißner Osterrufs. Am Morgen des Ostersonntags hatten 18 Kirchenglocken von insgesamt acht Kirchtürmen und 18 Bläser aus den Posaunenchören von St. Afra, Dom und Trinitatis nacheinander verteilt über der ganzen Stadt das Osterfest eingeläutet. Diszipliniert lauschten die Zuhörer in Zweiergrüppchen und gebührendem Abstand den Tönen von den Türmen.

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Polizei kontrolliert regelmäßig

Die Situation kann beispielhaft für den Verlauf des Osterwochenendes in der Porzellanstadt stehen. Bis auf wenige Ausnahmen hielten sich Meißner an die Vorgaben der Ausgangssperre. Auf dem Heinrichsplatz konnten sich die vereinzelten Besucher an Gegrilltem vom Bratwurst-Kaiser-Stand laben. Die breiten Fensterbänke der Geschäfte luden in der Sonne zum Ausspannen ein. Das Eiscafé Venezia verkaufte den Vorgaben gemäß sein Eis, ähnlich neben dem Restaurant Amalfi der Weinladen, wo es den Wein als Schoppen in Plastebechern oder als Flasche gab.

Polizei und Ordnungsamt kontrollierten immer wieder, ob die Vorgaben eingehalten wurden, hatten jedoch trotz des schönen Wetters vergleichsweise wenig Arbeit. Auch Oberbürgermeister Olaf Raschke (parteilos), Bürgermeister Markus Renner und Tourismusmarketing-Chef Christian Friedel verschafften sich persönlich einen Eindruck von der Lage vor Ort.

Gut besucht war am Sonnabend der Grünmarkt in Meißen. Besucher und Verkäufer hielten sich diszipliniert an die Vorgaben.
Gut besucht war am Sonnabend der Grünmarkt in Meißen. Besucher und Verkäufer hielten sich diszipliniert an die Vorgaben. ©  Foto: Claudia Hübschmann

Ähnlich das Bild entlang des Elberadweges. Familien machten es sich dort separiert voneinander auf den Wiesen unterhalb der Beachbar in Meißen oder auch des Restaurants Boselblick in Sörnewitz bequem. Wer keinen Proviant mitführte, konnte sich aus dem Fenster der Lokalitäten heraus mit Essen und Trinken versorgen. Linkselbisch lud unterhalb des Kastanienhofs in Wildberg ein Genusswagen zum Schlemmen ein. Auch das Western Inn in Scharfenberg punktete mit Essen und Trinken zum Mitnehmen.

Bereits am Sonnabend hatte der Meißner Grünmarkt seine Pforten geöffnet. Speziell am großen Gemüsestand wurde die Schlange zeitweise recht lang. Auf dem Boden waren die Mindestabstände zuvor markiert worden. Die Händler trugen Mundschilde, gleichfalls einige Einkäufer.

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