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Corona: Auto-Tuner im Fokus der Polizei

Der Karfreitag gilt in der Szene als besonders wichtiger Tag. Das ist auch in diesem Jahr so. Die Polizei plant einen Einsatz am Dresdner Treffpunkt.

Die Treffen im Elbepark waren immer gut besucht. Am Karfreitag ist das wegen Corona verboten.
Die Treffen im Elbepark waren immer gut besucht. Am Karfreitag ist das wegen Corona verboten. © Archiv/Jürgen Lösel

Dresden. Dieser Tag ist für sie der wichtigste des Jahres. Denn an keinem anderen Tag passt der Name so gut. Nur durch die Änderung eines einzigen Buchstabens wird der Karfreitag zum Car-Freitag. Er gilt als der Jahreshöhepunkt der Autofans in ganz Deutschland. Sie treffen sich, um ihre Boliden vorzuführen. Doch das ist in diesem Jahr verboten. Niemand darf zum Treffen kommen, das sagt die Corona-Allgemeinverfügung des Freistaats

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Auf dem Elbepark-Parkplatz haben sich die Auto-Poser regelmäßig versammelt. Gern freitags, besonders gern zum Car-Freitag. Hunderte Autos fuhren dann vor, tiefergelegt, mit extrabreiten Reifen, verchromt, mit Sonderlackierungen, aufgemotzten Motoren und lauten Stereoanlagen. Erwünscht ist, was Eindruck macht. 

Erlaubt ist das aber nicht immer. Regelmäßig stehen solche Treffen auch im Einsatzkalender der Polizei, denn dort finden die Beamten immer wieder Fahrzeuge, die verboten laut oder verboten tief sind, bei denen die Umbauten nicht zur Kfz-Zulassung passen und die manchmal sogar gleich vor Ort aus dem Verkehr gezogen werden müssen.

Darauf sind die Dresdner Beamten auch in diesem Jahr eingerichtet. Doch in diesem Jahr geht es vor allem um die aktuellen Corona-Regeln. Es werde auf jeden Fall Kontrollen im Elbepark geben, sagt Polizeisprecher Marko Laske. Denn Treffen sind derzeit verboten. Sogar, wer mehr als einen Mitfahrer im Auto hat, zieht jetzt die Aufmerksamkeit der Beamten auf sich. Denn das ist derzeit nur Familien erlaubt.

Die Polizei geht davon aus, dass am Karfreitag keine Auto-Tuner zum Elbepark kommen. Das Treffen sei abgesagt worden, haben die Beamten unter anderem aus dem Internet erfahren. Dort wurde in einer Facebook-Gruppe nur kurz über die Absage diskutiert, dann waren sich die Leser einig: kein Car-Freitag in diesem Jahr, höchstens virtuell im Internet mit Fotos der eigenen Autos und Kommentaren dazu.

Sehen und gesehen werden steht bei den Tuner-Treffen im Mittelpunkt. Dafür fahren die Tuner mit ihren Autos schon mal viele Kilometer bis Dresden.
Sehen und gesehen werden steht bei den Tuner-Treffen im Mittelpunkt. Dafür fahren die Tuner mit ihren Autos schon mal viele Kilometer bis Dresden. © Archiv/Jürgen Lösel

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Der Polizei reicht das nicht, sie wird am Freitag trotzdem vor Ort sein. Vielleicht nicht gleich sichtbar, aber so, dass sie jederzeit eingreifen kann. Denn auch bei vergangenen Treffen wussten die Tuner, dass sich die Beamten für ihre Versammlungen interessieren. Trotzdem sind immer wieder Autofans mit verbotenen Umbauten vorgefahren. Die Schlussfolgerung: Trotz der Absage und trotz der bekannten Corona-Allgemeinverfügung wird kontrolliert, vormittags, nachmittags und vor allem abends, denn da steuern solche Treffen zumeist auf ihren Höhepunkt zu.

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