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Autokino, Haushaltssperre, Pegida: Was Dresden googelt

Die Corona-Krise beherrscht die Suchtrends des Internetgiganten. Aber was wollen die Dresdner genau wissen?

Google verrät, was die Dresdner in der Corona-Krise besonders beschäftigt.
Google verrät, was die Dresdner in der Corona-Krise besonders beschäftigt. © dpa/Lukas Schulze (Symbolfoto)

Dresden. Der Informationshunger zur Corona-Krise ist groß. Wie viele Menschen haben sich schon infiziert, wie vielen von ihnen geht es schlecht? Und darf ich mit meiner Familie noch an der Elbe spazieren gehen? Was die Dresdner am meisten interessiert, weiß die Suchmaschine Google wohl am besten. Das sind die Ergebnisse.

Überraschung 1: Infektion in einer Kita hat alarmiert

Die meisten Fragen zur Corona-Epidemie in Dresden hatten die Nutzer am 13. März, zeigt die Auswertung von Google Trends. An jenem Freitag musste die erste Kita in der Stadt geschlossen werden, da sich ein Kind mit dem Virus angesteckt hatte.

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Überraschung 2: Interesse an Corona-Krise flaut lansgam ab

„Dresden“ und „Corona“, zwei Suchbegriffe, die bis Ende Februar bei Google fast gar keine Rolle spielten. Sprunghaft stieg das Interesse erst ab dem 8. März, wenige Tage, bevor Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) alle Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern in Sachsen verbot. Vielen Dresdnern schwante zu diesem Zeitpunkt schon, was auf sie zukommen würde. Schließlich wurde auf Bundesebene lange darüber debattiert. Inzwischen ist das Interesse abgeflaut. Beide Suchbegriffe sind derzeit noch etwa ein Viertel so stark gefragt wie Mitte März.

Überraschung 3: Corona-Folgen beherrschen Suchtrends

Auf Platz eins der Begriffe, die in den vergangenen sieben Tagen zusammen mit „Dresden“ mehr und mehr bei Google eingegeben wurden, liegt die Haushaltssperre. Sie ist von Finanzbürgermeister Peter Lames (SPD) vor einer Woche verhängt worden – vor allem wegen der Steuerausfälle infolge der Corona-Krise. 

Die Plätze zwei bis sechs gehen an Fragen rund um Pegida-Demonstrationen. Die Bewegung durfte am vergangenen Monat mit 15 Teilnehmern demonstrieren. Mehr hatte die Stadt nicht erlaubt.Darüber hinaus fehlen vielen Dresdnern offenbar die Kinos. So hat es das Autokino am Flughafen unter anderem auf Platz acht geschafft. Die weiteren Plätze teilen sich Geschäfte wie Deichmann, Saturn und Mediamarkt, was zeigt, dass viele Nutzer wissen wollen, welche Läden derzeit überhaupt öffnen dürfen.

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