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Dresden

Corona-Baustopp auf dem Ferdinandplatz

Dresden soll ein neues Verwaltungszentrum bekommen. Doch die Arbeiten können nicht weitergehen.

Hier entsteht das neue Verwaltungszentrum. Im Boden könnten noch Bomben liegen.
Hier entsteht das neue Verwaltungszentrum. Im Boden könnten noch Bomben liegen. © Sven Ellger

Es fanden Probebohrungen statt, das Gebiet wurde professionell abgesucht und trotzdem könnte im Boden noch eine gefährliche Altlast liegen. Auf dem Ferdinandplatz entsteht ein neues Verwaltungszentrum, doch die bereits gestarteten Arbeiten werden jetzt gestoppt. Der Grund: Es könnten noch alte Welkriegsbomben in der Erde liegen. Sollten sie jetzt gefunden werden, müsste die Stadt eine Evakuierung starten, um sie unschädlich machen zu können. Doch das ist derzeit zu gefährlich.

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Dabei könnte der derzeit notwendige Abstand zwischen den Menschen nicht eingehalten werden, erklärt Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Bündis 90/Die Grünen). Deshalb habe der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Landesdirektion Sachsen seinen Pandemieplan in Kraft gesetzt. Die Folge: Wird bei geplanten Bauarbeiten Munition gefunden, wird sie nicht mehr abgeholt. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst habe die Überwachung der Baggerarbeiten eingestellt, "auch deshalb sind weitere Aushubarbeiten nicht mehr möglich", sagt Schmidt-Lamotain.

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Allerdings müssen die Arbeiten noch nicht komplett ruhen. Alle bereits begonnenen Arbeitsschritte dürfen fortgesetzt werden. Dazu gehören die Beseitigung einer alten Wasserleitng und archäologische Grabungen an den bereits freigelegten Stellen. Sind sie erledigt, und das könnte laut dem Baubürgermeister bald der Fall sein, herrscht komplett Bauruhe.

Schmidt-Lamontain sieht den Zeitplan für die Arbeiten trotzdem noch nicht in Gefahr. „Wir haben mit den Tiefbauarbeiten mit einem zeitlichen Vorlauf begonnen, damit wir auf etwaige Überraschungen reagieren können", sagt er. Mit einer Corona-Krise habe damals natürlich niemand gerechnet, "aber diese Vorausschau kommt uns auch jetzt zugute“.

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