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Median-Klinik schließt

Weniger Operationen bedeuten weniger Reha-Kuren. Doch lange soll das Aus in Berggießhübel nicht dauern.

Nimmt ab Montag erstmal keine Patienten mehr auf.
Nimmt ab Montag erstmal keine Patienten mehr auf. © -Archiv: Frank Baldauf

Die Median-Kliniken in Bad Gottleuba und Berggießhübel trifft es doppelt. In Gottleuba gibt es einen corona-infizierten Patienten, Berggießhübel schließt in einer Woche ganz. Nicht wegen Corona, jedenfalls nicht direkt. Unmittelbar ist die Schließung jedoch auch eine Folge. 

Für das zeitweise Aus gibt es im Wesentlichen zwei Gründe. Zum Einen verschieben Akutkrankenhäuser Operationen, um Kapazitäten für die Behandlung von Covid-19-Patienten zu schaffen.  Die Patienten, die dort nicht operiert werden, kommen auch nicht zur Reha-Kur. "Zum Anderen merken wir in Berggießhübel – wie auch in anderen Median-Kliniken – dass die zunächst erwartete hohe Zahl an Patienten, die einer Corona-Nachsorge bedürfen, ausbleibt", sagt Lars Wunder, Kaufmännischer Leiter beider Kliniken. Hier habe man mit deutlich mehr Fällen gerechnet. Entsprechende Kapazitäten, die der Landkreis zunächst ausdrücklich angefordert habe, blieben nun ungenutzt.

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Kurzarbeit nun auch hier

Die vorübergehende Schließung erfolge, um die Klinik langfristig wirtschaftlich stabil zu halten, sagt Wunder. Die Behandlungsmöglichkeiten in Sachsen seien insgesamt hoch, sodass Patienten problemlos in einer anderen Klinik der Median-Gruppe behandelt werden können. Dazu erfolgen derzeit die Abstimmungen mit den Kostenträgern.

Für die Mitarbeiter bedeutet die Schließung Kurzarbeit. Ärzten und Pflegekräften wurde eine Arbeitsmöglichkeit in anderen Median-Kliniken angeboten, heißt es. „Wir gehen davon aus, dass sich die Situation in wenigen Wochen wieder normalisiert und planen daher die Wiedereröffnung voraussichtlich im Laufe des Juni“, sagt Lars Wunder. 

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