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Corona-Bilanz: Der Höhepunkt war Ostern

In Königstein gab es zu Spitzenzeiten 30 Infizierte. Ein Krisenstab koordinierte, half und dokumentierte. Jetzt kehrt man zur Normalität zurück - langsam.

30 positive Corona-Tests gab es zu Spitzenzeiten in Königstein.
30 positive Corona-Tests gab es zu Spitzenzeiten in Königstein. © dpa-Zentralbild

Zu Ostern ist Königstein bevölkert von Touristen und Ausflüglern. Dieses Jahr war die Stadt aufgrund der Corona-Beschränkungen fast menschenleer. Nicht nur damit wird Königsteins Bürgermeister Tobias Kummer (CDU) die Feiertage verbinden. Denn Ostern gab es statistisch gesehen auch die meisten Infizierten im Gebiet der Verwaltungsgemeinschaft Königstein, zu der Struppen, Rosenthal-Bielatal, Gohrisch und Rathen gehören. 

Insgesamt 30 Personen der rund 8.500 Einwohner waren Mitte April zeitgleich mit dem Virus infiziert. Es befanden sich 100 Personen parallel in häuslicher Isolation. Diese erste Corona-Bilanz legte Tobias Kummer in der Stadtratssitzung am vergangenen Donnerstag vor. Bereits im März wurde in der Festungsstadt ein Krisenstab gebildet, um die Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus einzudämmen. Die normale Arbeit im Rathaus liegt seitdem praktisch auf Eis, die Mitarbeiter kümmern sich um das Quarantänemanagement, verteilen Handlungsempfehlungen, koordinieren und dokumentieren Hilfen für Betroffene.

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Bürgermeister lobt Einwohner

Voraussichtlich diese Woche wird die Arbeit des Krisenstabs langsam heruntergefahren. "Laut aktueller Fallzahlen, können wir vorsichtig optimistisch sein", sagt Kummer. Aktuell gibt es in der Verwaltungsgemeinschaft Königstein keine Infizierten mehr (Stand Montag, 4. Mai). Die Einwohner seien mit der Krisensituation sehr gut umgegangen, lobt der Ratschef und bedankt sich gleichzeitig. Die Menschen hätten eine große Disziplin gezeigt, Rücksicht genommen und Verständnis für die teils großen Einschränkungen gehabt. Zudem hätten sich viele Einwohner engagiert, Nachbarn und Bekannten geholfen oder Mundschutzmasken genäht und in den Orten verteilt. 

Nur mit Mundschutz ins Rathaus

Die Mitarbeiter der Verwaltungsgemeinschaft kehren nun vom Krisenstab an ihre Schreibtische zurück und holen die liegen gebliebene Arbeit auf. Das Königsteiner Rathaus bleibt offiziell zwar auch weiterhin geschlossen, die Mitarbeiter sind aber wieder zu den bekannten Sprechzeiten erreichbar, teilt der Bürgermeister mit. Persönliche Termine sind nach telefonischer Vereinbarung mit dem zuständigen Fachgebiet beziehungsweise dem Sachbearbeiter möglich. Alle Rathausbesucher müssen zudem einen Mund-Nasen-Schutz tragen. In Bereichen mit Besucherverkehr werden zusätzliche Hygienevorkehrungen getroffen. Gäste werden außerdem gebeten, auf die Abstandsregeln zu achten und Warteschlangen zu vermeiden.

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