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Öffnet die Commerzbank Löbau nie wieder?

Das Bankunternehmen hält wegen Corona noch viele kleinere Filialen geschlossen. Aber die Krise könnte einen Prozess beschleunigen.

Die Löbauer Filiale der Commerzbank in der August-Bebel-Straße.
Die Löbauer Filiale der Commerzbank in der August-Bebel-Straße. © Archiv: Thomas Eichler

Der Lockdown in der Corona-Krise traf auch die Banken - und wirkt noch immer fort. So schloss die Commerzbank im ganzen Bundesgebiet viele ihrer kleineren Filialen vorübergehend. Im Südkreis betrifft das aktuell noch die Filialen in Löbau und Zittau. Die Mitarbeiter sind zwar in der Regel da und telefonisch oder per Mail für Kunden erreichbar. Geld- oder Überweisungsautomaten sind zugänglich. Doch die Schalterräume sind geschlossen.

"Die Commerzbank ist gegliedert in Marktbereiche", informiert Pressesprecherin Heike Ziegenbalg von der Commerzbank Ostsachsen auf SZ-Anfrage. Den hiesigen Geschäftsbereich bilden die Hauptstelle in Görlitz mit den Filialen in Löbau und Zittau mit vier beziehungsweise drei Mitarbeitern. "Auch die Filiale in Görlitz war vorübergehend geschlossen, ist aber mittlerweile wieder für den Kundenverkehr geöffnet", sagt Ziegenbalg.

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Beschleunigt Corona die Schrumpfkur?

Ungewiss dagegen sei, wann es in Löbau und Zittau weitergeht. "Wir können noch nicht sagen, wann wir dort wieder öffnen", sagt Heike Ziegenbalg. Und für Löbau stellt sich durchaus die Frage: Geht es überhaupt weiter? Denn fest steht: Die Tage der Löbauer Filiale sind gezählt. 2019 beschloss das Unternehmen, bundesweit 200 ihrer 1.000 Standorte aufzugeben. Dieser Prozess soll bis 2023 abgeschlossen sein. "Auf dieser Streichliste steht auch die Filiale in Löbau", bestätigt Ziegenbalg.

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Ob die Corona-Krise diese Schrumpfkur im Bankkonzern gerade auch Löbau betreffend beschleunigen könnte, dazu bleibt die Pressesprecherin vage: "Die Prozesse sind noch mitten im Gang", sagt Ziegenbalg. Ausdrücklich ausschließen will sie dieses Szenario auf SZ-Nachfrage aber nicht.

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