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Dresden

Diabetes-Influencerin mahnt die Dresdner

Lyn Künstner nutzt ihre Bekanntheit auf Instagram immer wieder für klare Botschaften - und zeigt in der Corona-Krise einigen Dresdnern den Mittelfinger.

Lyn Künstner will auch noch den letzten Dresdner für die Gefahr durch das Coronavirus sensibilisieren - mit einer deutlichen Geste.
Lyn Künstner will auch noch den letzten Dresdner für die Gefahr durch das Coronavirus sensibilisieren - mit einer deutlichen Geste. © Instagram

Dresden. Sie gehört zur oft zitierten Risikogruppe. Eine Infizierung mit dem Corona-Virus könnte für Lyn Künstner besonders dramatische Folgen haben. Dabei ist die Dresdnerin gerade einmal 28 Jahre alt. Vor zehn Jahren erhielt sie völlig überraschend die Diagnose Diabetes Typ 1. Seitdem muss sich Lyn Insulin spritzen. Jeden Tag. 

In diesen Krisenzeiten ist es besonders wichtig, dass sie immer gut eingestellt ist. Durch ihre Krankheit ist ihr Immunsystem bereits in ständiger Alarmbereitschaft. Vermutlich hätte ein Virus daher besonders leichtes Spiel.

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Seit Jahren lässt Lyn viele Menschen an ihrem Leben und ihren Gedanken teilhaben. Bei Instagram hat sie unter dem Namen lyn_k44 bereits mehr als 150.000 Fans. Das mag vor allem daran liegen, dass sie auf ihren Bildern stets viel von ihrem tätowierten Körper und viel Dekolleté zeigt. Doch Lyn war es immer auch wichtig, ihre Popularität für klare Botschaften zu nutzen.

Im vergangenen Jahr beteiligte sie sich an einer bundesweiten Kampagne zur Aufklärung über Diabetes Typ 1, die das Helmholtz Zentrum München initiierte. Im Frühjahr hing das Plakat mit ihrem Gesicht und der Aufschrift "Lyn ist L1n" am Neustädter Bahnhof.

Im Frühjahr 2019 warb Lyn im Bahnhof Neustadt für mehr Aufmerksamkeit für Diabetes Typ 1.
Im Frühjahr 2019 warb Lyn im Bahnhof Neustadt für mehr Aufmerksamkeit für Diabetes Typ 1. © privat

Jetzt, ein Jahr später, will Lyn wieder aufrütteln. Diesmal geht es um das Coronavirus. Dazu postete sie ein Foto, in dem sie provozierend ihren Mittelfinger in die Kamera hält. Und warum? "Weil immer noch so viele denken: 'Mir kann das Virus nichts. Bin weder Ü50, noch habe ich eine Vorerkrankung'", schreibt Lyn. "Mittelfinger hoch für diese Einstellung!"

Nicht nur, dass das Virus auch junge und gesunde Menschen auf die Intensivstation bringen kann. "Habt ihr schon einmal daran gedacht, dass das Virus euer Immunsystem schwächt, auch wenn ihr keine Symptome habt?", schreibt Lyn. "Und seid ihr euch bewusst, dass viele Krankheiten erst durch ein geschwächtes Immunsystem ausbrechen??? Multiple Sklerose, Morbus Crohn... oder wie bei mir - Typ-1-Diabetes." 

Vor ihrer Diagnose vor zehn Jahren habe sie selbst wochenlang mit einer schweren Grippe gekämpft. Nun müsse sie ihr Leben lang mit den Folgen leben. Für Lyn Künstner kann das nur eines bedeuten: "Leute, seid vernünftig und haltet euch an die Regeln!"

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