merken
PLUS Dresden

Ein Dresdner Programmkino kämpft sich durch

Sven Weser, Chef des Programmkinos Ost, erzählt von Wegen aus der Krise, wie sein Publikum ihm die Treue hält und warum er auf James Bond wartet.

Kinochef Sven Weser will nicht meckern, sondern anpacken und so das Programmkino Ost durch die Corona-Krise führen.
Kinochef Sven Weser will nicht meckern, sondern anpacken und so das Programmkino Ost durch die Corona-Krise führen. © Archiv: Norbert Millauer

Dresden. Ab Montag dürfen Buchläden und Baumärkte wieder öffnen und auch Läden bis 800 Quadratmeter. Doch es gibt trotz der Lockerungen noch viele offene Fragen. Zum Beispiel: Wann dürfen Theater und Kinos wieder öffnen? Das fragt sich auch Sven Weser, Chef des Programmkinos Ost in Striesen.

"Es wäre gut  zu wissen, wann wir wieder öffnen können, diese Situation ist etwas unbefriedigend", so Weser. Seine 25 Mitarbeiter, davon 15 Vollzeitkräfte, musste er in Kurzarbeit schicken. Er nutzte die Zeit für eine Grundreinigung und Technikwartung.

Anzeige
Zukunft? Na klar!
Zukunft? Na klar!

Die Berufsakademie Sachsen bietet ein krisensicheres Studium mit besten Job-Chancen und Ausbildungsvergütung.

Über das Coronavirus informieren wir Sie laufend aktuell in unserem Newsblog.

Doch der Kinochef will nicht meckern, sondern anpacken und sucht daher nach neuen Wegen, um mit seinem Publikum in Kontakt zu bleiben. "Wir verkaufen Kino-Gutscheine und ich bin begeistert, wie gut das angenommen wird", sagt er. Schon Hunderte Stück habe er verkauft. 

Vor allem sein Stammpublikum bleibt ihm treu, beobachtet Weser. "Das hilft natürlich aktuell wirtschaften, da wir durch die Schließung keinerlei Einnahmen haben." Da er mehr als zehn Mitarbeiter hat, bekommt er keine der Corona-Fördermittel. Das trifft ihn genauso wie viele weitere Betriebe in Dresden. Auch die Schauburg in der Neustadt verkauft Gutscheine, um über die Schließzeit zu kommen. 

Neben der Gutscheinaktion plant Weser gerade eine Kooperation mit der Internetseite "Mubi", einer Streamingseite für Arthouse-Filme. Denkbar wäre eine Aktion, dass die Kunden neben der Flatrate für die Filmseite dazu Kino-Gutscheine bekommen. 

Mehr zum Coronavirus:

"Ich gehe davon aus, dass es noch eine Weile dauern wird, bis wir wieder öffnen dürfen", sagt Weser. Er sei auch gespannt, welche Filmverleiher dann ihre Filme an den Start schicken. "Wenn wir wieder aufmachen dürfen, bräuchten wir auch wieder umsatzstarke Filme wie James Bond, die Geld in die Kassen spülen", sagt er. Doch wann genau das passiert, müsse man abwarten.

Nachrichten und Hintergründe zum Coronavirus bekommen Sie von uns auch per Email. Hier können Sie sich für unseren Newsletter zum Coronavirus anmelden.

Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter "Dresden kompakt" und erhalten Sie alle Nachrichten aus der Stadt jeden Abend direkt in Ihr Postfach.

Mehr Nachrichten aus Dresden lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Dresden