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Dresden: Lime-Roller kommen wieder

Am Mittwoch startet Branchenprimus Lime nach der Corona-Pause wieder in der Stadt. Die Zahl der Roller steht bereits fest. Was man bei der Nutzung beachten sollte.

Nach den Tier-Rollern kommen jetzt auch die E-Scooter von Lime zurück ins Dresdner Stadtbild.
Nach den Tier-Rollern kommen jetzt auch die E-Scooter von Lime zurück ins Dresdner Stadtbild. © Sven Ellger

Dresden. Lime kommt wieder. Der Rolleranbieter, der als erster in Dresden gestartet ist und die meisten sogenannten Scooter in der Stadt aufgestellt hatte, startet am Mittwoch wieder. Ab dem späten Vormittag werden die Roller wieder in der Stadt aufgestellt, kündigte am Dienstag Jashar Seyfi, der Deutschland-Chef des Unternehmens, im SZ-Gespräch an. 500 Roller sollen es zunächst werden.

Im Juli 2019 ging das weltweit tätige Unternehmen in Dresden an den Start. 1.200 Scooter waren es zu Hoch-Zeiten, bevor im März Corona kam. Ende März sammelte Lime alle Roller ein, ebenso die Konkurrenten der Firma Tier. Rund einen Monat lang stand danach kein einziger Roller in Dresden, bevor Tier Ende April wieder loslegte. Jetzt folgt mit Lime der Branchenprimus, der vor Corona in Deutschland nach eigenen Angaben mit rund 25.000 Scootern unterwegs war.

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Schon seit rund einem Monat können die Roller in Berlin wieder ausgeliehen werden. Das sei ein Test, teilte Lime mit, als die kleinen Elektrofahrzeuge wieder in der Bundeshauptstadt aufgestellt wurden. So argumentierte auch Tier Ende April, als in Dresden wieder Scooter ausgeliehen werden konnten. Rund 300 wurden damals aufgestellt, 400 hatte Tier vor Corona in Dresden im Einsatz.

Lime will nun mit 500 Rollern den Neustart wagen. Dabei weiß Jashar Seyfi, dass es bei den potenziellen Kunden noch Vorbehalte geben könnte. Das sei auch einer der Hauptgründe dafür, weshalb Lime so lange pausiert hat, sagt der Deutschland-Chef. Und er beruhigt: Die Ansteckungsgefahr bei der Nutzung der Scooter sei gering, das Corona-Virus werde ja in erster Linie von Mensch zu Mensch weitergegeben. "Und wir desinfizieren jeden Scooter, bevor er das Lager verlässt."

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Weil anders als die Einkaufswagen im Supermarkt Roller nicht ständig neu desinfiziert werden können, empfiehlt Lime nun, Handschuhe zu benutzen oder die Griffe selbst zu desinfizieren, wenn man einen Roller nutzen will. Das kann mit Desinfektionstüchern passieren oder mit einem Sprüh-Desinfektionsmittel. "Wir hatten weltweit bisher keinen einzigen Fall, wo der Kontakt mit einem Lime-Roller zu einer Corona-Infektion geführt hat", versichert Seyfi.

Künftig soll die Zahl der grün-weißen Roller auch in Dresden wieder steigen. Seyfi rechnet damit, dass es wieder eine kleine vierstellige Zahl werden kann. Also etwa so viel, wie vor Corona. Mehr ist derzeit nicht möglich, so hat es die Stadt festgelegt. Doch das sollte nicht alle Zeiten so bleiben, meint der Deutschland-Chef des Unternehmens. Vielleicht könne Dresden irgendwann die Vorgaben lockern, Stuttgart habe das jetzt nach Corona auch so gemacht. Dort dürfen jetzt 1.700 Lime-Roller aufgestellt werden. 

Dass die kleinen Elektro-Zweiräder auch in Randgebieten der Stadt zu haben sind, also dort, wo Lime weniger Geld verdient, weil weniger damit gefahren wird, hänge letztlich von der Gesamtzahl aller Scooter ab, sagt Seyfi. "In Berlin reicht unser Gebiet bis über den S-Bahn-Ring hinaus", erklärt er, das seien insgesamt mehr als 100 Quadratkilometer. Und das funktioniere nur, weil im Stadtzentrum mit Kreuzberg, Mitte und Friedrichshain so viele Roller stationiert werden können, dass von dort die weniger genutzten Scooter am Stadtrand mitfinanziert werden. So etwas kann sich Jyshar Seyfi auch für Dresden vorstellen. Dann könnten Lime-Scooter auch in Kaditz, Nickern, Pillnitz, Bühlau und Hellerau stehen.

Jetzt kommt es ihm aber erst einmal darauf an, dass das Geschäft wieder läuft, dass die Roller wieder rollen und die knapp ein Dutzend Mitarbeiter, die Lime dafür in Dresden braucht, ordentlich zu tun haben. Diese Mitarbeiter sind für technische Reparaturen und die Pflege der Scooter zuständig. Die Auslieferung übernähmen Logistikfirmen, sagt Seyfi. Das sind letztendlich Private, die ein entsprechend großes Auto haben und gleich mehrere Roller aufstellen oder einsammeln können. Firmen im herkömmlichen Sinne müssen das nicht sein, auch Privatleute mit einer entsprechenden Genehmigung können mitmachen und so dazu beitragen, dass das Scootergeschäft auch in Dresden wieder in Schwung kommt.

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