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Dresden: Männertag im Biergarten

Der Donnerstag soll himmlisch werden. Mit großem Einfallsreichtum bewirten diese Gastronomen Feiertags-Ausflügler an der frischen Luft.

Der Fährgarten Johannstadt ist einer von vielen Dresdner Biergärten, der sich auf den Ansturm am Herrentag gut vorbereitet hat. Mehrer Stände sollen etwa Warteschlangen verhindern.
Der Fährgarten Johannstadt ist einer von vielen Dresdner Biergärten, der sich auf den Ansturm am Herrentag gut vorbereitet hat. Mehrer Stände sollen etwa Warteschlangen verhindern. © Sven Ellger

Dresden. 22 Grad und strahlender Sonnenschein. Das Wetter an Himmelfahrt und Männertag verspricht beste Biergartenbedingungen. Egal, ob die Kumpeltour oder der Familienausflug auf dem Programm steht.

Wieder geöffnet nach der Corona-Schließzeit hat der Schillergarten an der Elbe. "Wir öffnen am Donnerstag ab 12 Uhr", sagt Chef Thomas Jakob. Er rechnet mit einem gut besuchten Lokal aufgrund des schönen Wetters. Auf der Karte stehen neben Bier, Radler und Alkoholfreiem auch Wurst, Steaks und vegetarische Biergartenhappen.

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Schon etwas eher als sonst macht um 13 Uhr der Louisengarten in der Dresdner Neustadt seine Türen auf. "Die Neustädter sind ja klassisch eher nicht so das Herrentag-Publikum, aber viele haben frei und so öffnen wir schon früher", sagt Chef Tom Knappe. Er kann nach der virusbedingten Schließzeit wieder sein volles Programm anbieten. Auf dem Grill liegen Würste und Steaks ebenso wie Lachs und Feta. "Alles selbst gemacht."

Snacks und Drinks bietet Clemens Lutz am Basteischlösschen. Dort betreibt er seinen Club Kobalt. "Endlich ist der Radweg wieder geöffnet", freut sich der Erfinder der Kochsternstunden. Für den Herrentag gilt: "Wir haben Platz genug und auch noch das Areal bis zur Elbe einbezogen. Dort können genügend Gäste am Tisch oder einfach mit einem Kissen auf der Treppe oder Mauer sitzen, ohne sich zu nahe zu kommen." 

Gästezahl ist begrenzt

Im Loschwitzer Elbegarten sind die Tische weit auseinandergerückt. Andreas Wünsche setzt trotz überall aufgehängter Hygieneregeln auf die Eigenverantwortung der Gäste. "Wenn die Tische voll sind, müssen die Leute mit ihrem Bier und dem Essen eben auf die Elbwiesen ausweichen. Das hat ja vor der Wiedereröffnung auch gut funktioniert."

Schon ab 10 Uhr ist der lauschige Biergarten unter den blühenden Kastanienbäumen geöffnet. Erfahrungsgemäß verteilen sich die Gäste gut über den Tag, sagt Wünsche. Im Angebot sind neben Brezeln, Bratwurst und Steaks auch Salate und Flammkuchen. "Das Wetter wird gut, wir rechnen mit vielen Ausflugsgästen."

Am Laubegaster Elbufer platziert Jürgen Sommer seine Gäste im Biergarten des Wirtshauses. "Schon seit Freitag rennen uns die Gäste die Bude ein", erzählt er. Statt Tische zu verrücken oder auszusortieren, lässt er auch zum Herrentag die Ausflügler einfach nur mit Blick zur Elbe sitzen. So haben sie genügend Abstand zueinander und außerdem herrliche Aussichten auf Wasser und Elbhang. "Ich bin froh, dass mein Geschäft nicht von Touristen lebt, zu mir kommen Wanderer, Spaziergänger und Radfahrer." Der eine oder andere Bollerwagen könnte am Donnerstag auch dabei sein.

Das dürfte auch im Biergarten der Laubegaster Elbterrasse gleich um die Ecke der Fall sein. Robert Gutsche ist ohnehin seit Tagen gut vorbereitet, die Tische sind auf Abstand gebracht, ein Mitarbeiter sorgt dafür, dass alle Regeln eingehalten werden. Am Donnerstag gibt es ab 10 Uhr Getränke, ab 11 Uhr Essen vom Grill oder aus der Küche. "Im Biergarten haben wir nur begrenzt Platz, wenn es voll ist, dann ist es voll." Aber auch die Elbwiese unterhalb bietet Platz für ein Päuschen.

Etwas weiter elbabwärts rechnet auch Jens Bauermeister am Donnerstag in seinem Fährgarten Johannstadt mit vielen Gästen. "Bislang merken wir, dass die Menschen zurückhaltend sind, das Geschäft ist zäh", räumt der Wirt ein. Am Herrentag soll aber ein Wachdienst für Ordnung sorgen, sollte der Andrang groß sein. Anstatt 500 kann Bauermeister derzeit nur rund 200 Sitzplätze anbieten. Lange Warteschlangen sollen mit mehreren Ständen auf dem Gelände verhindert werden. Kulinarisches gibt's vom Grill, dazu Flammkuchen und die traditionelle Fischsemmel, die es nur zu besonderen Anlässen gibt. Los geht's im Fährgarten ab 10 Uhr - "bis zum bitteren Ende", sagt Bauermeister.

Mehr Stände gegen Warteschlangen

Auf der Hofewiese stehen seit Sonntag etwas weniger Tische im weitläufigen Biergarten. Doch die sind gut besetzt. Zu Christi Himmelfahrt rechnen Holger Zastrow und seine Frau mit ordentlich Ansturm. Das sogenannte Schlangenmanagement hat ihnen die letzten Tage besonders viel Kopfzerbrechen gekostet: Wie lässt sich verhindern, dass all zu viele Leute nach Getränken und Speisen anstehen und Menschenmengen entstehen? "Statt einem Bierstand haben wir nun vier eingerichtet. Außerdem gibt es einen extra Grillstand unter freiem Himmel." 

Auf Livemusik müssen die Großen und auf die beliebten Schaukelpferde die Kleinen verzichten. Alle Spielsachen sind weggeschlossen. Sie würden sich nicht hygienisch einwandfrei halten lassen. "Aber Eltern können gern Spielzeug für ihre Kinder mitbringen", sagt Holger Zastrow. Für das regelmäßige Händewaschen steht eine mobile Waschanlage bereit und auch die Toilettencontainer sind bis Donnerstag in Betrieb.

Sich und seinen Gästen Platz verschafft, hat René Kuhnt, der das T1 im Kulturkraftwerk Mitte betreibt. "Ich konnte die Wiese gegenüber anmieten und habe auch dort ein paar herrliche Plätze zum Sitzen, Liegen und in den Himmel schauen vorbereitet." Am Himmelfahrtstag wird es im romantischen Garten am Bistro eine kleine Bühne geben, auf der einzelne Künstler auftreten. Die Kabarettisten vom Friedrichstattpalast stellen dort Auszüge aus ihren Programmen vor. Zur Verköstigung gibt es Wildbratwurst, dicke Torten und Softeis aus der DDR-Eismaschine Komet. 

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