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Mittagessen vom Café Heiderand

Der junge Wirt Martin Walther liefert in der Corona-Krise nicht nur, er hat auch einen Rezept-Tipp.

Martin Walther, Inhaber des Café Heiderand, liefert während der Corona-Krise Essen aus.
Martin Walther, Inhaber des Café Heiderand, liefert während der Corona-Krise Essen aus. © Sven Ellger

Dresden. Gerade erst auf und dann schon wieder geschlossen. Martin Walther hatte am 1. Februar das Café Heiderand von seinen Eltern übernommen. Nur wenige Wochen durfte er am Ullersdorfer Platz öffnen, bevor die Corona-Verfügung kam.

"Das war natürlich schwierig für uns und ich habe mir quasi über Nacht den Lieferdienst ausgedacht", sagt Martin Walther. Er war damit einer der ersten in Dresden. "Ich habe in unseren Liefergebieten Flyer verteilt und die bargeldlose Zahlung über Paypal angeleiert", so der junge Wirt. "Wir hatten von Beginn an eine hohe Nachfrage." Und doch erziele er damit nur rund 30 Prozent seines normalen Umsatzes. 

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Sein Hauptpublikum in Bühlau, am Weißen Hirsch und in Rochwitz sind junge Familien, die den Spagat zwischen Homeoffice und Kinderbetreuung schaffen müssen. "Manche haben jetzt schon fünf- oder sechsmal bestellt", erzählt der Walther. So gewinne er immer wieder neue Kunden, denn das Café Heiderand ist auch bei Senioren beliebt. "Wir kochen für den Lieferdienst einfache, aber leckere Gerichte wie Lammgulasch, Buletten oder Königsberger Klopse", sagt er.  Um die zehn Euro kostet ein Hauptgericht, eine Vorspeise ist ab rund sieben Euro zu haben.

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Über Ostern hat er allein zehn Kilo Gulasch verkauft, berichtet er. "Wir hatten über die Feiertage etwa 80 Bestellungen am Tag", so Walther. Besonders süß: Ein Sohn aus München bestellte für seine Dresdner Eltern ein Drei-Gang-Menü beim Café Heiderand. 

Mit dem Lieferdienst schafft es der junge Wirt, sich und sein Lokal über Wasser zu halten. Trotzdem befinden sich alle Mitarbeiter in Kurzarbeit. Mittags liefert Martin Walther von Mittwoch bis Samstag zwischen 11.30 bis 14 Uhr sowie zwischen 17.30 bis 20 Uhr. Jede Woche sollen neue Gerichte dazukommen.

Und dieses Rezept verrät Martin Walther allen Lesern von Sächsische.de:

Wildgulasch mit Roter Beete und Weißbrotknödeln 

Wildgulasch

  • 800 g Wildschweinhüfte grob gewürfelt 
  • 1 l Fleischbrühe
  • 1 l Rotwein auf 100 ml eingekocht
  • 300 g Zwiebeln in Scheiben geschnitten
  • 250 g Butter
  • 200 ml Zitronensaft 
  • 30 g Salz
  • 3 Knollen Chinaknoblauch
  • 1 EL Paprikapulver scharf
  • 1 EL Paprikapulver süß 
  • 1 Bund Petersilienstile
  • 20 St Wacholder
  • 30 St schwarzer Pfeffer
  • 4 St Lorbeer 

Wildschweinhüfte scharf anbraten von beiden Seiten und mit Paprikapulver bestäuben. Zwiebeln separat goldgelb in Butter anbraten. Knoblauch kurz anschwitzen und zum Fleisch geben. Mit eingekochtem Rotwein ablöschen und mit Fleischbrühe aufgießen. Salz, Gewürze im Gewürzsäckchen und Petersilienstiele zugeben und ca. 2 Stunden köcheln lassen, bis das Fleisch weich ist. Soße durch ein Sieb geben und je nach Geschmack einkochen. Zitronensaft zugeben und aufkochen. Gewürfelte Butter zugeben, mit Mondamin abbinden und über das Fleisch gießen.

Knödel

  • 1 St Weißbrot (ca 1 Woche alt) gewürfelt 
  • 2 St Zwiebeln gewürfelt 
  • 250 ml Milch 
  • 100 g Butter 
  • 50 g Blaumohn 
  • 2 St Eier 
  • 10 g Salz 
  • 10 g Zucker
  • 1 St Chinaknoblauch

Butter zerlassen, Zwiebelwürfel und Knoblauch anschwitzen. Blaumohn zugeben und mit Milch aufgießen. Salz und Zucker zugeben und über die Brotwürfel gießen. Eier zugeben und gut verkneten. 30 Minuten ziehen lassen. Straff in Frischhaltefolie und danach in Alufolie zu einer Wurst einwickeln, in köchelndem Wasser 30 Minuten pochieren, aus Folie nehmen, und in Butter goldgelb braten.

Rote Beete 

  • 1 l Wasser 
  • 600 rote Beete 
  • 200 ml Himbeeressig
  • 100 g Zucker 
  • 80 g Salz 
  • schwarzer Pfeffer 

Rote Beete waschen. Alles zusammen in einen Topf geben und Rote Beete weichkochen. 300 ml des Kochwassers aufheben und mit Mondamin leicht abbinden. Rote Beete schälen und in Spalten schneiden. Rote Beete zu gebundener Beetesoße geben. 

Preiselbeerkompott

  • 200 g Preiselbeeren frisch gezupft
  • 80 g Zucker
  • 50 ml Zitronensaft

Frische Preiselbeeren und Zucker in einen Schlagkessel geben, in einer Kitchenaid einspannen und mit einem Knethaken auf Stufe 2 rühren lassen, bis der Zucker komplett aufgelöst ist. Zitronensaft zugeben.

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