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Dresden

Patienten aus Frankreich in Dresden gelandet

Sie sollen unter anderem in Dresdner Krankenhäusern behandelt werden. Der Uniklinik-Vorstand spricht von einem humanitären Akt.

Ein französischer Corona-Patient wird von medizinischen Fachkräften auf dem Flughafen Dresden in einen Intensiv-Krankenwagen überführt. Insgesamt sind am Samstag bislang zwei Covid19-Patienten aus Frankreich auf dem Flughafen Dresden gelandet.
Ein französischer Corona-Patient wird von medizinischen Fachkräften auf dem Flughafen Dresden in einen Intensiv-Krankenwagen überführt. Insgesamt sind am Samstag bislang zwei Covid19-Patienten aus Frankreich auf dem Flughafen Dresden gelandet. © Ronald Bonß

Dresden. In der Landeshauptstadt sind am Samstag weitere Corona-Patienten aus Frankreich gelandet. Gegen 11.48 Uhr setzte der erste Ambulanz-Flieger in Klotzsche auf. Später folgte noch ein Hubschrauber. Insgesamt werden am Sonnabend drei französische Patienten erwartet, teilte das Dresdner Universitätsklinikum mit, welches die Transporte und die Verteilung auf die Krankenhäuser koordiniert.

Eigentlich sollten diese schon am Freitag kommen, aber es gab Verzögerungen. Zwei Patienten erwartet das Uniklinikum, so die Sprecherin, die beiden anderen werden nach Dresden-Friedrichstadt und Coswig verteilt.

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Landesregierung kommt Bitte aus Frankreich nach

In Klotzsche waren am Donnerstagnachmittag zwei Learjets mit französischen Patienten an Bord gelandet - einer aus Metz, ein weiterer war vom französischen Militärflugplatz bei St. Diziers gestartet. Am späten Abend kam eine dritte Maschine an. Jeweils ein Patient wird nun am Dresdner Uniklinikum, am Friedrichstädter Krankenhaus und am Lungen-Fachkrankenhaus Coswig behandelt.

Nach einer Anfrage der französischen Regierung und einer Abfrage der großen Kliniken in Dresden, Leipzig und Chemnitz habe sich die sächsische Staatsregierung bereiterklärt, sechs Patienten aus der französischen Region Grand Est zur intensivmedizinischen Behandlung in Sachsen aufzunehmen, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums am Freitag gegenüber Sächsische.de. 

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Drei dieser Patienten seien bereits eingetroffen. Das Universitätsklinikum und das Städtische Klinikum Dresden sowie das Fachkrankenhaus Coswig würden insgesamt je zwei Patienten aufnehmen. Wann genau sie ankommen werden, sei noch unklar. Die Vorlaufzeiten seien unterschiedlich, jedoch aufgrund der Dringlichkeit recht kurzfristig.

Bereits in der vergangenen Woche hatte das Uniklinikum einen italienischen Patienten aus der Region Bergamo aufgenommen. Zu seinem Zustand wollte das Klinikum aus Gründen der medizinischen Schweigepflicht keine Angaben machen. "Wir unterstützen in einem Akt humanitärer internationaler Hilfe bei optimalen eigenen Kapazitäten“, so Michael Albrecht, der Medizinischer Vorstand des Uniklinikums, an dem es 140 Intensivbetten gibt. Darüber hinaus können 72 zusätzliche Intensivbetten schnellstmöglich bereitgestellt werden. Albrecht wünschte allen Patienten alles Gute und gute Besserung.

Schon in der vergangenen Woche hatte das Uniklinikum einen italienischen Patienten aus der Region Bergamo aufgenommen. Zu seinem Zustand wollte das Klinikum aus Gründen der medizinischen Schweigepflicht keine Angaben machen. Weitere Erkrankte aus Italien würden nicht erwartet, so eine Sprecherin.

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