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Wer hat noch Bettwäsche und Tischtücher?

Das DRK Löbau hofft auf Sachspenden aus der Bevölkerung. Mit den Stoffen wird dringend benötigter Mundschutz für die Pflegekräfte genäht.

Von Constanze Junghanß
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Sebastian Seidel - der eigentlich Erste-Hilfe-Kurse gibt - und Marlis Lopez, die Leiterin der Kleiderkammer, nähen nun Mundschutz.
Sebastian Seidel - der eigentlich Erste-Hilfe-Kurse gibt - und Marlis Lopez, die Leiterin der Kleiderkammer, nähen nun Mundschutz. © DRK

Damit die Mitarbeiter dem DRK in Löbau den dringend benötigten Mundschutz nähen können, wird händeringend Bett- und Tischwäsche gesucht. "Die muss aus Baumwolle sein", sagt Geschäftsführerin Silke Seeliger. Zuerst sollen die etwa 100 Pflegekräfte beim DRK mit dem Mundschutz ausgestattet werden. "Es gibt keinen mehr zu kaufen", begründet Silke Seeliger. 

Da die Kleiderkammer vom DRK auf der Äußeren Zittauer Straße 47a wegen des Coronavirus' geschlossen ist, haben die Mitarbeiter dort nun umdisponiert. Sie sitzen jetzt an der Nähmaschine und produzieren die Stoffmasken für das Gesicht. "Eine Nähanleitung fanden wir über das Internet", sagt Silke Seeliger.

Auch Mitarbeiter der DRK-Tagespflegen in Ebersbach-Neugersdorf und in Löbau sowie drei Flüchtlingsfrauen aus der Gemeinschaftsunterkunft Friedersdorf sind in die Produktion mit eingestiegen. Dazu kommen Ehrenamtliche. Wenn die Pflegekräfte versorgt sind, soll der Mundschutz möglichst an Rentner und anderweitig Hilfebedürftige abgegeben werden. 

Nur 100 Prozent Baumwolle gefragt

Doch dazu brauchen die Näher ausreichend Material. Jede Spende hilft – vom Bettlaken über die Tischdecke oder den Kopfkissenbezug. Voraussetzung: Die Materialspenden müssen aus 100 Prozent Baumwollstoff sein.

Und zwar deshalb, weil dieser sich auskochen lässt, wie Silke Seeliger sagt. Die frisch genähten Mundschutz-Masken werden vom DRK in einem Desinfektionswaschverfahren gereinigt. "Die Mitarbeiter geben sie dann nach dem Tragen wieder ab", sagt die DRK-Chefin. Wer so einen Baumwollstoff-Mundschutz zu Hause nutzt, sollte ihn jeden Abend auskochen und bügeln.

Der Stoffspendenaufruf wurde auch von der Corona-Hilfe Löbau auf Facebook eingestellt. Da gibt es nun noch die Ergänzung, dass ebenso weißes Schrägband, Gummilitze und Basteldraht für die Näh-Aufgabe gebraucht wird. Abgegeben werden können die Spenden direkt vor Ort beim DRK auf der Äußeren Zittauer Straße 47a in der Zeit von Montag bis Donnerstag 7 bis 16 Uhr und am Freitag von 7 bis 13 Uhr. „Wir bedanken uns bei allen bisherigen Spendern herzlich und freuen uns, wenn Materialspenden eingehen“, sagt Silke Seeliger.

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