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Ein Drittel der Kinder haben Probleme mit der Corona-Zeit

Nach einer Online-Befragung macht eine Wohnung mit Garten oder Terrasse die Pandemie erträglicher. Ein neuer Corona-Fall ist im Landkreis Meißen aufgetreten.

Dieses Banner begrüßt die Kinder zurück in den Kitas. Höchste Zeit wurde es, denn nach einer neuen Befragung litten vor allem Kindergarten-Kinder und Grundschüler unter der Situation.
Dieses Banner begrüßt die Kinder zurück in den Kitas. Höchste Zeit wurde es, denn nach einer neuen Befragung litten vor allem Kindergarten-Kinder und Grundschüler unter der Situation. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de

Meißen. Die Corona-Fälle im Landkreis Meißen haben sich am Freitag ganz leicht erhöht. Sie liegen jetzt bei 240, ein Fall mehr als am Vortag, Das teilte das Landratsamt Meißen mit. 213 Infizierte haben die Quarantäne beendet.Zwei Corona-Patienten sind noch im Krankenhaus, davon aber niemand auf der Intensivstation. Es gibt weiterhin 20 Sterbefälle. 42 Kontaktpersonen befinden sich aktuell in Quarantäne. Das sind zwölf  mehr als am Vortag.

Erfreuliche, aber auch weniger  erfreuliche Nachrichten kommen vom deutschen Jugendinstitut. In einer Online-Befragung von über 8.000 Eltern von Kindern im Alter von drei bis 15 Jahren stellte sich heraus, dass etwa zwei Drittel der Kinder die Pandemie eher gut oder sehr gut zu bewältigen scheinen. Dennoch berichtet ein Drittel der Eltern, dass ihre Kinder Schwierigkeiten haben, mit der Situation umzugehen. Dies betrifft deutlich mehr Kinder von Eltern mit maximal mittlerem Bildungsabschluss (41 Prozent im Vergleich zu 29 Prozent der Kinder von Eltern mit hohem Bildungsabschluss). Zudem schätzen Eltern mit einer angespannten finanziellen Situation die Belastung für ihre Kinder deutlich höher ein als diejenigen, die ihre finanzielle Lage positiver beurteilen (51 Prozent gegen 30 Prozent). Eine Terrasse oder ein eigener Garten scheinen das Zurechtkommen der Kinder mit der Situation zu erleichtern. 

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So beurteilen Familien mit Zugang zu privaten Freiflächen dieses deutlich positiver (70 Prozent der Kinder mit Terrasse/Garten kommen gut zurecht gegenüber 59 Prozent der Kinder ohne Terrasse/Garten). Ein eigenes Kinderzimmer scheint lediglich Grundschulkindern dabei zu helfen, die Situation zu bewältigen. Jede fünfte Familie (22 Prozent) berichtet, dass zur Zeit der Krise häufig oder sehr häufig ein konflikthaltiges bzw. chaotisches Klima herrsche. Diese Situation kommt offenbar verstärkt in Haushalten mit mehreren Kindern vor (25 Prozent gegenüber 15 Prozent in Ein-Kind-Familien).

Lehrkräfte aus Kitas und Schulen tragen der Untersuchung zufolge nur wenig dazu bei, dass sich die Kinder weniger einsam fühlen. Denn obwohl in nahezu allen befragten Haushalten digitale Technik und zahlreiche Kommunikationskanäle zur Verfügung stehen, werden diese nach Einschätzung der Eltern nur in geringem Umfang durch die pädagogischen Fachkräfte genutzt. Mehr als ein Viertel der Kinder im Kindergartenalter hat in den befragten Familien gar nichts von ihren Bezugspersonen in der Kita gehört, manche haben zumindest Briefe erhalten (40 Prozent „manchmal“ bis „selten“). Mit steigendem Alter der Kinder nimmt die Kontakthäufigkeit zu und verlagert sich auf digitale Medien wie E-Mails, Video-Chats und Textnachrichten.

Der sächsische Landkreis mit den meisten Corona-Infizierten ist Zwickau (879). Meißen liegt an viertletzter Stelle vor Chemnitz (207), dem Kreis Leipzig (195) und Nordsachsen (142). Weltweit die meisten Corona-Fälle wurden laut der John Hopkins Universität in den USA registriert (rund 2,02 Millionen). Deutschland ist mit knappt 187.000 Zehnter. Weltweit gibt es rund 7,54 Millionen Fälle mit 422.000 Corona-Toten.

Zum Thema Coronavirus im Landkreis Meißen berichten wir laufend aktuell in unserem Newsblog!

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