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Ein Herz für Meißens Gastronomie

Der Markt war fast zu klein für eine besondere Aktion der Wirte und ihrer Kollegen.

Habt ein Herz für Meißens Gastronomie, das haben die Wirte der Stadt am Freitagvormittag von der Politik eingefordert.
Habt ein Herz für Meißens Gastronomie, das haben die Wirte der Stadt am Freitagvormittag von der Politik eingefordert. © Claudia Hübschmann

Meißen. Vom Turm der Frauenkirche wird am Freitagvormittag erkennbar: 20 Meißner Gastronomen haben sich mit über 300 Stühlen, aufgestellt in Herzform, an einer bundesweiten Aktion beteiligt. 

Sie fordern ein Herz für die Meißner Gastronomie. Ganz konkret geht es um 90 Prozent Kurzarbeitergeld, eine längerfristige Mehrwertsteuersenkung auf sieben Prozent und Zuschüsse anstelle von Krediten, welche die Betriebe nur noch mehr belasten würden.

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Der Chef der Müller-Restaurants, Karsten Müller, zählt zu den Initiatoren einer Aktion auf dem Meißner Markt am Freitag. Die Wirte machten auf ihre Probleme aufmerksam.
Der Chef der Müller-Restaurants, Karsten Müller, zählt zu den Initiatoren einer Aktion auf dem Meißner Markt am Freitag. Die Wirte machten auf ihre Probleme aufmerksam. © Claudia Hübschmann
Neben dem Gasthaus zur Altstadt nahmen 19 weiter Restaurants teil. Die Wirte hoffen, dass der jetzt entwickelte Gemeinsinn weiter hält.
Neben dem Gasthaus zur Altstadt nahmen 19 weiter Restaurants teil. Die Wirte hoffen, dass der jetzt entwickelte Gemeinsinn weiter hält. © Claudia Hübschmann
Mit einem ganz speziellen Konzert versuchen die Angestellten der Restaurants, ihrem Anliegen Gehör zu verschaffen.
Mit einem ganz speziellen Konzert versuchen die Angestellten der Restaurants, ihrem Anliegen Gehör zu verschaffen. © Claudia Hübschmann
Die Konsequenz, wenn keine Hilfe erfolgt: Meißens Gastronomie gibt den Löffel ab.
Die Konsequenz, wenn keine Hilfe erfolgt: Meißens Gastronomie gibt den Löffel ab. © Claudia Hübschmann

„Über das Hochfahren des öffentlichen Lebens darf die Politik nicht vergessen, dass die Probleme nicht behoben sind“, sagt Karsten Müller, der in Meißen den Ratskeller, Domkeller und weitere Gaststätten betreibt. Er ist stolz , dass sich so viele Kollegen an dieser außergewöhnlichen Aktion beteiligt haben. „Sonst kommt es tatsächlich so weit, dass wir die Löffel abgeben “, kommentiert der Ratskeller-Wirt.

Unterstützung kommt aus der Politik. Der CDU-Kreisverbandsvorsitzende Sebastian Fischer, selbst Koch von Beruf, unterstützt die Forderungen. Die Kosten liefen weiter, die Einnahmen dagegen würden durch staatliche Maßnahmen stark eingegrenzt. Das Desaster sei programmiert.

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