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Meißen

Corona entwickelt sich „moderat“

Um eine Maskenpflicht auch für Busfahrer ist eine Diskussion entstanden.

Das Tragen einer Mundschutzmaske ist auch für Busfahrer wichtig, meinen inzwischen viele Fahrgäste.
Das Tragen einer Mundschutzmaske ist auch für Busfahrer wichtig, meinen inzwischen viele Fahrgäste. © Sven Ellger

Meißen. 216 Personen sind aktuell im Landkreis Meißen positiv auf eine Corona-Infektion getestet worden, 177 Infizierte sind genesen und konnten die Quarantäne beenden, zwölf Patienten werden stationär behandelt, drei davon auf der Intensivstation. Das hat jetzt das Landratsamt mitgeteilt.

Die Zahl der im Zusammenhang mit Covid-19 Verstorbenen hat sich auf 15 erhöht. Das Gesundheitsamt hat für insgesamt 95 Kontaktpersonen eine häusliche Isolation angeordnet. Dazu erklärte Amtsärztin Petra Albrecht auf der Sitzung des Krisenstabes am Dienstag: „Die aktuelle Entwicklung ist sehr moderat und überschaubar. Die Zahl der Kontaktpersonen reduziert sich auch analog der Corona-Reproduktionszahl.“

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Doch die steigt laut Robert-Koch-Institut wieder. Umso wichtiger ist das Einhalten der Hygieneregeln im Alltag. Etliche Fahrgäste haben nach der Aufforderung, eine Mund-Nase-Bedeckung in Bus und Bahn zu tragen, darauf hingewiesen, dass auch Busfahrer eine Maske tragen sollten. Vorgeschrieben ist dies bislang nicht.

Der Vertreter des Städte- und Gemeindetages (SSG) im Krisenstab und Bürgermeister der Gemeinde Zeithain, Ralf Hänsel (parteilos), äußerte eine Idee zu den ausgesetzten Elternbeiträgen für die Kita-Betreuung : „Meine Kolleginnen und Kollegen Bürgermeister haben den Wunsch, dass diese Beiträge zumindest von den Eltern erhoben werden, deren Kinder in der Kita derzeit notbetreut werden.“ Landrat Arndt Steinbach (CDU) empfahl, diese Frage zwischen SSG und Freistaat zu klären.

Die Ergebnisse für die Nachtests in einem Altenpflegeheim mit Corona-Infektion lagen noch nicht vor. Amtsärztin Petra Albrecht signalisierte nochmals „sofortige Hilfe, wenn der Verdacht einer Infektion in einem der Altenpflegeheime im Landkreis Meißen besteht.“

Kreisverkehrsamt könnte öffnen

Wesentlich verbessert hat sich die Situation bei der materiellen Ausstattung mit Infektionsschutz wie Masken, Visiere, Handschuhe, Overalls. Der Leiter des Amtes für Brand-, Katastrophenschutz und Rettungswesen Ronald Voigt informierte über eine weitere Lieferung: „Wir sind gegenwärtig auf mögliche Mängel in Pflegeheimen oder anderen Einrichtungen gut vorbereitet.“

An Engpässen fehle es trotzdem nicht wie an nässebeständigen Kitteln. Hier wird sich der Landkreis mit dem Freistaat in Verbindung setzen. Aufgrund der derzeit moderaten Krisenentwicklung reduziert der Stab seine Sitzungen auf drei Tage pro Woche: dienstags, donnerstags und sonntags. „Sollten die Zahlen wieder steigen und damit auch die Anforderungen an das Krisenmanagement“, erklärte Landrat Arndt Steinbach, kehre man zu täglichen Beratungen zurück.

Unterdessen bereitet das Kreisverkehrsamt gegenwärtig die reguläre Öffnung der Kfz-Zulassung auf der Brauhausstraße in Meißen für Montag, den 4. Mai vor. Der zuständige Dezernent Manfred Engelhard erklärte, dass sich diese Öffnung allerdings mit strengen Hygieneregeln verbindet: „Der Einlass wird zunächst auf zehn Kunden reduziert, um den notwendigen Abstand zu garantieren. Das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung ist Pflicht.“ Zudem bittet Manfred Engelhard, nur in dringenden Fällen die Dienstleistung in Anspruch zu nehmen. (SZ)

Zum Thema Coronavirus im Landkreis Meißen berichten wir laufend aktuell in unserem Newsblog!

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