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Corona: Mehr Dresdner im Krankenhaus

Die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten, die in Dresden stationär behandelt werden müssen, ist am Freitag weiter gestiegen.

Ein Intensivbett auf einer Intensivstation der Uniklinik Dresden.
Ein Intensivbett auf einer Intensivstation der Uniklinik Dresden. © Ronald Bonss/dpa-Zentralbild

Update, 28. März, 13:40 Uhr: Nach Angaben der Stadt werden von den 314 Dresdnern, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, nun 25 stationär in Krankenhäusern behandelt. Am Donnerstag lag diese Zahl bei 17, am Freitag bei 23. Bisher sind keine weiteren Todesfälle bekannt. Zwei Menschen starben in Dresden bisher an den Folgen des Virus. 

Dresden. Nachdem am Mittwoch klar wurde, dass mittlerweile Dresdner, die am Coronavirus  erkrankt sind, stationär behandelt werden, gibt es nun Genaueres.

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Nach Angaben von Sozialbürgermeisterin Kristin Kaufmann (Linke) werden mittlerweile zehn Patienten, die am Coronavirus erkrankt sind, in Dresdner Kliniken stationär behandelt. Sie alle werden aber nicht künstlich beatmet oder sind auf der Intensivstation.

Die ersten fünf Fälle waren im Klinikum Dresden in Behandlung. In welchem Teil des städtischen Klinikums sie liegen, also in Neustadt oder Friedrichstadt, wird zum Schutz der Patienten und des geordneten Betriebes nicht verraten.

Die zehn stationären Fälle beziehen sich nun auf alle Krankenhäuser in der Stadt Dresden, sagt Kaufmann. Näheres wird aus genannten Gründen nicht verraten. Nur so viel: Es handelt sich dabei um sechs Dresdner, die anderen vier Patienten kommen nicht aus der Stadt. "Die Beschäftigten, die die Betreuung sichern, werden vom Betriebsarzt überwacht", so das Gesundheitsamt. 

"Wir nehmen jeden Corona-Patienten auf und sind gut vorbereitet", erklärt Kaufmann. Auch wenn es noch keine Patienten gibt, die auf eine Intensivstation oder künstlich beatmet werden müssen, sei man auch darauf vorbereitet. "Die Kapazitäten werden kontinuierlich aufgestockt", so Kaufmann.

Zudem sei Kaufmann "begeistert", dass sich die Dresdner so gut an die Ausgangsbeschränkungen halten. "Die meisten sind nur in Notfällen draußen und halten Abstand zu anderen Bürgern." Das sei besonders wichtig, um die Ausbreitung zu verringern. "Ich gehe nicht davon aus, dass wir das Virus austricksen können, aber durch die Maßnahmen und deren Einhaltung hoffe ich, dass wir die Verbreitung verlangsamen", sagt die Sozialbürgermeisterin.

Außerdem wird bereits über eine Notfallklinik diskutiert. Diese könnte in der Messe eingerichtet werden, wenn sich das Virus weiter ausbreitet und viele schwere Fälle auftreten. Das wurde zumindest im Gesundheitsausschuss so diskutiert. Die Messe ist aber nur die letzte Lösung.

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"Aus hiesiger Sicht besteht derzeit kein Bedarf an einer solchen Einrichtung in Dresden", teilt das Gesundheitsamt auf Nachfrage mit. Die Lage sei anders zu beurteilen als eine Evakuierung - wie etwa beim Hochwasser oder bei einem Bombenfund. "Im Falle der Corona-Epidemie gilt: Leichte Fälle kommen in der Regel in häuslicher Isolation zurecht." 

Für intensivbehandlungsbedürftige, schwere Erkrankungsfälle bedarf es aber stationärer Versorgung. "Die Dresdner Messe wäre insoweit für diese Personenkreise als provisorisches Krankenhaus zunächst ungeeignet. Die Dresdner Kliniken bereiten sich in diesen Tagen aktiv auf einen Anstieg stationär zu behandelnder Patientinnen und Patienten vor", so das Gesundheitsamt. Im Zweifel könne die Messe aber innerhalb von zwölf Stunden zur Klinik werden, wurde im Ausschuss mitgeteilt.

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