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Löbau

Worauf Chefs in Corona-Krise achten sollten

Matthias Wolf ist Finanzberater aus Löbau. Sein Spezialgebiet: Rat und Hilfe für Unternehmer. Dafür erhielt er jetzt eine Auszeichnung.

Matthias Wolf ist Finanzexperte aus Löbau. Er hat Tipps für Unternehmer in der Corona-Krise.
Matthias Wolf ist Finanzexperte aus Löbau. Er hat Tipps für Unternehmer in der Corona-Krise. © Matthias Weber

Eigentlich hätte Matthias Wolf auf einer Bühne gestanden und vor großem Publikum seine Auszeichnungs-Urkunde entgegen genommen. Aber wegen der Corona-Krise und dem allgemein gültigen Veranstaltungsverbot lief das anders. "Ich habe meine Urkunde jetzt mit der Post bekommen", erzählt Matthias Wolf. "Top Experte" steht darauf. 

Das Erfolg-Magazin hat dem Löbauer Finanzexperten jetzt diesen Titel verliehen. Wolf ist der erste Experte bundesweit in seinem Fachbereich, der diese Auszeichnung erhalten hat. Das geht aus der Liste der Experten hervor, die das Magazin auf seiner Homepage veröffentlicht. Wolfs Spezialgebiet ist die Versorgung für Unternehmer und Vorstandsleute. Weil diese ja keine Angestellten sind, gibt es da einiges zu beachten, was die Altersvorsorge betrifft. 

Wir helfen Händlern in Chemnitz
Wir helfen Händlern in Chemnitz

Corona ist bedrohlich. Für die Gesundheit, aber auch für Händler und Gewerbetreibende vor Ort. Hier können Sie helfen – und haben selbst etwas davon.

Die Zeitschrift zeichnet die wichtigsten Experten auf den jeweiligen Fachgebieten in Deutschland, Österreich und der Schweiz aus. Vorrangig geht es dabei um die Bereiche Wirtschaft, Finanzen, Steuern. 

Matthias Wolf ist gelernter Bankkaufmann, absolvierte seine Ausbildung bei der hiesigen Volksbank. Viele Jahre war er für verschiedene Banken tätig, lebte zuletzt in Dresden. Seit knapp zwei Jahren ist er mit seiner Firma Fondsfair in Löbau ansässig und zog in die alte Heimat zurück. Hinter Fondsfair steht eine Finanzplattform. Dort zeigt Wolf seinen Kunden auf, welche Möglichkeiten sie haben, Geld anzulegen. Kunden geben auf der Homepage ihre Wünsche ein, erhalten Vorschläge für Anlagemöglichkeiten und können sie direkt abschließen.

Warum Unternehmer Probleme bekommen können

Für sein zweites Standbein aber erhielt er jetzt die Experten-Auszeichung: Matthias Wolf berät Unternehmer, insbesondere zum Thema Altersvorsorge. Und das ist gerade jetzt in Corona-Zeiten besonders wichtig, sagt er. Denn: Firmeninhaber sind nicht so abgesichert in Sachen Rente, wie Arbeitnehmer. Sie sind von der Rentenversicherungspflicht befreit. Sorgen sie nicht selbst vor, haben sie im Alter nichts. 

Die allermeisten sichern sich selbst ab. Das birgt aber jetzt in der Krise auch Probleme, wie Matthias Wolf erklärt. Aufgrund wirtschaftlicher Notlage vieler Betriebe und weniger Einnahmen kürzen sich die Geschäftsführer ihr Gehalt. Die Zahlungen in die Betriebsrente bleiben jedoch gleich hoch. Daraus ergibt sich eine Überversorgung, erklärt Wolf. Und das könnte das Finanzamt beanstanden. Die eingezahlten Beiträge könnten aber  nicht ohne Weiteres gekürzt werden, so Wolf. "Das ist die Königsdisziplin in der Beratung", sagt er. Aber gerade diese kniffligen Aufgaben sind die Leidenschaft des gelernten Bankers. 

Vieles sei sehr kompliziert, die Finanzämter stellen strenge Regeln auf, was die Anerkennung der Vorsorge betrifft. Matthias Wolf will mit seiner Firma Unternehmern helfen, da den Überblick zu behalten und alles richtig zu machen. "Unternehmer, die mit Herzblut ihre Arbeit machen, denken meistens immer zuerst an die Firma und die Mitarbeiter und zuletzt an sich selbst", hat er die Erfahrung gemacht.

Wird es eine Inflation geben?

Weitere wichtige Finanz-Themen, die er jetzt in der Corona-Krise sieht: Anleger sollten ihr Anlagekonzept überprüfen und gegebenenfalls wechseln. Und: Unternehmer sollten ihren Insolvenzschutz prüfen und sicherstellen, dass ihr privates Vermögen im Falle einer Insolvenz geschützt ist. 

Auch, wenn die wirtschaftliche Lage derzeit schwierig ist - an eine Hochinflation in Folge der Corona-Krise, so wie in der Zeit der Weltwirtschaftskrise in den 1920er Jahren glaubt der Löbauer Finanzexperte nicht. "Damals waren auch die Nachwehen des ersten Weltkriegs mit Schuld, die hohen Reparationsleistungen, die zu zahlen waren." Eine Abwertung des Geldes werde es aber sicher geben, so Matthias Wolf. Und das könne sich eben auch auf Altersvorsorge-Vermögen auswirken. 

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