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Corona in Dresden: Wocheninzidenz steigt weiter

Zum Sonntag werden vergleichsweise wenige Neuinfektionen gemeldet, doch es gibt erneut mehrere Klinikeinweisungen. Alle Zahlen zu Corona in Dresden.

Der Dresdner Zoo bietet an den Wochenenden kostenlose Corona-Schnelltests für seine Besucher an. Ein negatives Testergebnis sowie ein vorab gebuchtes Online-Ticket sind Voraussetzung für den Zutritt.
Der Dresdner Zoo bietet an den Wochenenden kostenlose Corona-Schnelltests für seine Besucher an. Ein negatives Testergebnis sowie ein vorab gebuchtes Online-Ticket sind Voraussetzung für den Zutritt. © Sebastian Kahnert/dpa

Dresden. In Dresden sind am Samstag und Sonntag keine weiteren Todesfälle im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gemeldet worden. Das ist jedoch nicht überraschend für ein Wochenende, an dem nicht ans Amt gemeldet wird, welches ohnehin erst mit einiger Verspätung von Sterbefällen erfährt.

Erneut mussten zum Sonntag aber mehrere Erkrankte in ein Krankenhaus aufgenommen werden und auch die Sieben-Tage-Inzidenz ist weiter gestiegen.

Alle Zahlen und Entwicklungen zur Pandemie in Dresden - darunter die Verbreitung nach Altersgruppe und Geschlecht - finden Sie hier im Überblick.

Die Neuinfektionen

Das Dresdner Gesundheitsamt meldet am Sonntag 43 neue Corona-Infektionen, am Samstag waren es 129. Insgesamt haben sich damit bisher 26.044 Menschen in der Stadt nachweislich mit dem Coronavirus infiziert.

Bei 23.417 Personen geht das Gesundheitsamt davon aus, dass sie die Infektion bereits überstanden haben. Abzüglich aller Verstorbenen bedeutet dies, dass zurzeit 1.631 Infektionen aktiv sind.

Als genesen wird eingestuft, wer 14 Tage nach dem Positiv-Test nicht in ein Krankenhaus eingewiesen werden musste. Bei Infizierten, die stationär behandelt werden, gilt ein 30-Tage-Zeitraum nach der Meldung der Infektion.

Ob die Infizierten nach diesen Zeiträumen auch vollständig gesund sind oder noch mit Spätfolgen zu kämpfen haben, ist dabei irrelevant. Das Gesundheitsamt betont, dass es sich um eine Schätzung handelt.

Die Virusvarianten

Bei 1.564 positiven Corona-Proben konnten bisher Virusvarianten identifiziert werden, die als ansteckender gelten. Am Sonntag meldet das Gesundheitsamt 18 weitere Nachweise innerhalb eines Tages. Somit ist inzwischen davon auszugehen, dass die ursprüngliche Corona-Variante nahezu gänzlich verdrängt worden ist. Die positiven Corona-Proben werden seit Anfang 2021 stichpunktartig auf Mutationen untersucht, seit Februar regelmäßiger und engmaschiger.

Durch die komplexen Analyseverfahren liegen die Meldungen über eine nachgewiesene Mutation dem Gesundheitsamt zum Teil mit starker zeitlicher Verzögerung zur dazugehörigen Infektion vor.

Die Lockdown-Kriterien: Inzidenz und Bettenkapazität

Die Sieben-Tage-Inzidenz spiegelt die Zahl der Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage je 100.000 Einwohner wider. Das RKI meldet am Sonntag eine weiter gestiegene Inzidenz von 136,3.

Liegt die Inzidenz über 100, so bestimmt die Krankenhaus-Bettenbelegung in Sachsen, ob Geschäfte per Click & Meet, Zoos und Museen unter bestimmten Voraussetzungen öffnen dürfen. Als Obergrenze gelten 1.300 Betten, die im Freistaat mit Covid-19-Patienten belegt sind. Würde diese Grenze bei einer Inzidenz von mehr als 100 überschritten, so müsste Dresden in einen harten Lockdown zurückkehren.

Die Lage in Dresdens Krankenhäusern

Von drei weiteren stationären Einweisungen von Covid-19-Patienten berichtet das Dresdner Gesundheitsamt am Sonntag, am Samstag waren es zwei. Seit Pandemie-Beginn im März 2020 benötigten somit 2.273 Infizierte eine stationäre Versorgung.

Die Zahl der intensivmedizinisch behandelten Covid-19-Patienten in Dresden fällt auch am Sonntagmittag leicht und liegt nun bei 40. Die meisten dieser Patienten - derzeit 29 - müssen invasiv beatmet werden, weil sie ohne diese Hilfe nicht genug Sauerstoff bekommen. Insgesamt sind in Dresdens Kliniken derzeit 35 Intensivbetten frei.

Die Entwicklung der Todesfälle

Auch am Sonntag meldet die Stadt keinen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion. Seit Pandemiebeginn sind in Dresden damit 996 Menschen an den Folgen von Covid-19 verstorben.

Die Todeszahlen werden in der Regel mit einiger Verspätung bekanntgegeben, weil das Gesundheitsamt mitunter selbst erst mit einigen Tagen Verzug von Sterbefällen erfährt.

Die bisher meisten Todesfälle innerhalb eines einzigen Tages - 23 - wurden am 27. Dezember bekannt. Danach ging dieser Wert wieder nach unten und liegt seit Anfang Februar im einstelligen Bereich.

Die Todesopfer

Das RKI hat bisher alle 996 Sterbefälle nach Alter und Geschlecht ausgewertet. Fast alle Dresdner Todesopfer waren demnach mindestens 60 Jahre alt. Dreiviertel der Verstorbenen kamen aus der Gruppe der über 80-Jährigen. Insgesamt 20 Opfer waren jünger und zwischen 35 und 59 Jahren alt. In dieser Altersgruppe ist zuletzt eine weitere Frau gestorben.

Insgesamt sind bisher rund 3,8 Prozent aller nachweislich Infizierten in der Landeshauptstadt gestorben. Allerdings: In der Gruppe der über 80-Jährigen ist die Fallsterblichkeit über den gesamten Pandemie-Zeitraum wesentlich höher, sie liegt aktuell bei rund 22 Prozent.

Die Infizierten

Das RKI hat bisher 25.951 Fälle nach Altersgruppen und Geschlecht ausgewertet. Sie verteilen sich wie folgt:

Den absoluten Zahlen zufolge haben sich insbesondere Dresdner im Alter zwischen 15 und 59 Jahren angesteckt. In dieser Altersgruppe werden auch die meisten Neuinfektionen registriert.

Dresden im Deutschland-Vergleich

Wo spitzt sich die Lage zu? Wie steht Dresden im Vergleich mit anderen Landkreisen und kreisfreien Städten da? Die tägliche Deutschland-Karte zeigt die tagesaktuelle Wocheninzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner.

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Aufgrund der Meldewege können sich die hier angezeigten Daten für Dresden von denen des städtischen Gesundheitsamtes unterscheiden.

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