merken
PLUS

Dresden

Corona-Fall im Dresdner Rathaus

In der Dresdner Stadtverwaltung gibt es eine erste Corona-Infektion. Das Rathaus ist allerdings seit ein paar Tagen im Notbetrieb. Was das bedeutet.

In der Dresdner Stadtverwaltung gibt es mittlerweile auch einen Corona-Fall.
In der Dresdner Stadtverwaltung gibt es mittlerweile auch einen Corona-Fall. © Sven Ellger

Dresden. Das Virus breitet sich trotz Ausgangsbeschränkungen auch weiter in Dresden aus. Nun gibt es im Rathaus den ersten Corona-Fall.

Das bestätigt der für Personal zuständige Finanzbürgermeister Peter Lames (SPD). "Eine Mitarbeiterin hat sich infiziert", so Lames. Genaueres sagt er aus Datenschutzgründen nicht und auch, damit der Notbetrieb geordnet weiterlaufen kann. "Die Mitarbeiterin ist in Quarantäne und ihr geht es soweit gut", sagt Lames. "Es wurde das erforderliche Verfahren eingeleitet." Aber es mussten keine weiteren Mitarbeiter in häusliche Isolation.

Anzeige
Lust auf neue Kunden?

Wie Sie mit der sz-Auktion gleich doppelt gewinnen und was Sie dafür tun müssen.

In dem betroffenen Bereich wurde alles desinfiziert. Generell werde bei den verbliebenen Mitarbeitern der Verwaltung sehr darauf geachtet, dass regelmäßig alles desinfiziert werde. 

Derzeit sind, auf Anordnung von Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP), nur reichlich 1.500 der 7.000 Verwaltungsmitarbeiter in ihren üblichen Räumen. Der Notbetrieb gilt seit einigen Tagen.

"Das bedeutet aber nicht, dass alle anderen bezahlt frei haben", sagt Lames. Derzeit haben rund 1.200 Mitarbeiter Laptops, mit denen sie von Zuhause arbeiten können. Rund 400 wurden wegen Corona zusätzlich angeschafft, und laufend kommen mehr dazu, betont Lames. 

Über das Coronavirus informieren wir Sie laufend aktuell in unserem Newsblog.

Für diejenigen, die nicht arbeiten können, gibt es unterschiedliche Regelungen. Wer unverschuldet aus einem Risikogebiet zurückgekehrt ist, wird zwei Wochen freigestellt, bei vollen Bezügen. "Wenn möglich, arbeiten sie von Zuhause", so Lames.

Mitarbeiter mit Kindern, die betreut werden müssen, weil Schulen und Kitas größtenteils dicht sind, werden ebenfalls die ersten zwei Wochen freigestellt und erhalten ihr Geld weiter - oder arbeiten von Zuhause. "Wenn dies länger notwendig wird, dann werden die Stunden vom Arbeitszeitguthaben abgezogen, die Mitarbeiter nehmen Urlaub oder werden unbezahlt freigestellt", erläutert Lames.

Die Mitarbeiter der Verwaltung, die wegen des Notbetriebes derzeit nicht arbeiten können, müssen ihr Arbeitszeitguthaben abbauen. "Wenn das nicht möglich ist, werden sie bezahlt freigestellt", sagt Lames.

Die Stadtverwaltung kann keine Kurzarbeit anordnen, weil das der Tarifvertrag und das sächsische Personalvertretungsgesetz nicht hergeben. "Außerdem fühlen wir uns unseren Mitarbeiter natürlich verbunden. Deshalb haben wir Regelungen getroffen, die fair sind", sagt Lames. 

Mehr zum Coronavirus:

Und alle müssten damit rechnen, dass sie dort eingesetzt werden, wo sie gerade benötigt werden. Das Bürgertelefon, das zum Corona-Info-Telefon unter 0351 4885322 geworden ist, wurde beispielsweise wegen der vielen Anfragen personell aufgestockt - von Verwaltungsmitarbeitern, die sonst woanders sitzen. 

"Wenn das Gesundheitsamt mehr Personal benötigen sollte, bekommt es das", sichert Lames zu. Zudem hat die Verwaltung auch Qualifikationen ihrer Mitarbeiter abgefragt. "Wenn beispielsweise bald Ehrenamtliche in Kliniken gefragt sein sollten, können einige unserer Mitarbeiter dort unterstützen", erklärt Lames .

Nachrichten und Hintergründe zum Coronavirus bekommen Sie von uns auch per Email. Hier können Sie sich für unseren Newsletter zum Coronavirus anmelden.

Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter "Dresden kompakt" und erhalten Sie alle Nachrichten aus der Stadt jeden Abend direkt in Ihr Postfach.

Mehr Nachrichten aus Dresden lesen Sie hier.