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Corona-Fall in Dresdner Kita

Seit Montag haben die Kitas wieder geöffnet. Nun wird bekannt, dass ein Kind aus der Notbetreuung positiv getestet wurde. Wie man jetzt reagiert.

Alle Kontaktpersonen sind in Quarantäne. Was nun passiert.
Alle Kontaktpersonen sind in Quarantäne. Was nun passiert. © dpa/Sebastian Kahnert

Dresden. Am Montag öffneten die Dresdner Kitas im eingeschränkten Normalbetrieb. Davor durften nur Kinder von Eltern in systemrelevanten Berufen wie Ärzte und Verkäufer ihre Kinder in die Betreuung geben. Jetzt gibt es einen ersten bestätigten Covid-19 Fall in einer Dresdner Kita. 

"Es handelt sich um ein Kind, das Husten und Schnupfen hatte und dessen Eltern es daraufhin testen ließen. Der Test lag am Montag, 18. Mai, vor", so Stadtsprecherin Anke Hoffmann. Alle Kontaktpersonen seien bereits vom Gesundheitsamt ermittelt. Für sie besteht Quarantäne bis 29. Mai.

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Insgesamt handelt es sich um 20 Erwachsene, Erzieher und Mitarbeiter der Kita, Eltern des erkrankten Kindes und Eltern, die Quarantäne-Kinder betreuen, sowie insgesamt 19 Kinder, so die Stadt. Die Auswirkungen würden derzeit geprüft. Denn es handelt sich um eine städtische Kita, wie die Stadt auf Nachfrage bestätigte. In dieser werden rund 150 Kinder betreut.

"Das Kind war noch bis 15. Mai 2020 in der Notbetreuung. Am Montag, dem 18.
Mai 2020, war es nicht mehr in der Einrichtung", so die Verwaltung. Damit ist es kein Fall, der durch die Öffnung im Zuge der jüngsten Lockerungen entstanden ist.  

Dass die Zahl der Erwachsenen und Kinder in Quarantäne nahezu gleich ist, erklärt die Stadt so: "Es wird nur ein Elternteil zur Betreuung mit abgesondert. Die übrigen
Haushaltsangehörigen werden hinsichtlich des Verhaltens im Hausstand
belehrt (beispielsweise getrennte Speiseneinnahme, Einhaltung von Abständen). Darüber hinaus ist die Absonderung von Geschwisterkindern zu berücksichtigen."

Kita bleibt geöffnet

Die Kita bleibe aber weiter geöffnet. "Einrichtungen müssen immer dann komplett geschlossen werden, wenn sich die Kontaktpersonen - beispielsweise aufgrund nicht konstanter Gruppen - nicht mehr zweifelsfrei feststellen lassen und somit tendenziell von einer gruppenübergreifenden Infektion ausgegangen werden muss", so die Stadt. 

Durch die konstante Gruppenbildung solle eine komplette Schließung bei jedem positiven Fall verhindert werden. "Es entscheidet immer der Einzelfall vor Ort. Aus diesem Grund ist es auch besonders wichtig, dass Eltern Kinder mit einer typischen Symptomatik nicht in die Einrichtung geben - auch wenn das natürlich zu Unmut führen kann", so die Verwaltung. Erzieherinnen seien gehalten, genau diese Konzeptionen zum Schutz der Kinder umzusetzen.

Darüber, was in so einem Infektionsfall passiert, hatten sich vorher das Kultusministerium und Kinderärzte viele Gedanken gemacht. Für die Wiederöffnung der Kita und Grundschulen gelten strenge Regeln. Klassen und Betreuungsgruppen müssen strikt voneinander getrennt werden. Wenn dann ein Coronafall auftritt, müsse nicht die ganze Kita oder Schule geschlossen werden, sondern nur die Gruppe in Quarantäne.

Man könne, so das Kultusministerium, von den Vorgaben, Abstand zu halten und Kleingruppen zu bilden, abrücken, trenne man Klassen und Gruppen strikt.  

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