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Corona: Einige Bäder könnten sofort öffnen

Überall laufen die Vorbereitungen für die Saison. In den beiden Hallenbädern im Südkreis rechnet man aber damit, dass es erst im Herbst weitergehen könnte.

Die Rutschen-Anlage vom Silberteichbad in Seifhennersdorf ist beliebt.
Die Rutschen-Anlage vom Silberteichbad in Seifhennersdorf ist beliebt. ©  Rafael Sampedro (Archiv)

Überall in den Freibädern laufen derzeit die Vorbereitungen für die bevorstehende Badesaison. Kommt wieder so ein heißer Sommer, wie im Vorjahr, sind erneut Rekordbesucherzahlen möglich. Aber wann dürfen die Freibäder überhaupt öffnen? Und wie viel Vorlaufzeit sind dafür in den Städten und Gemeinden nötig? Noch müssen alle Hallenbäder und Freibäder wegen der Corona-Pandemie geschlossen bleiben.

Und wie die SZ am Donnerstag aus dem Sozialministeriums in Dresden erfuhr, werden die nächsten zu erwartenden Lockerungen von Beschränkungen nicht die Bäder betreffen. "Aufgrund der momentan geltenden Einschränkungen wegen der Gefahr einer Infektion ist zurzeit nicht absehbar, wann und ob Freibäder oder auch Hallenbäder öffnen dürfen", hieß es.

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Die meisten Freibäder im Bereich Löbau-Zittau versuchen dennoch, zu ihrer eigentlich geplanten Saisoneröffnung startklar zu sein. Wie geplant, werden jetzt überall die jährlichen Pflege-und Wartungsarbeiten durchgeführt.

Seifhennersdorf hat zwei Notfall-Konzepte

Das Olbersdorfer Erlebnisbad wäre gerüstet dafür.  "Wir warten täglich die Entscheidungen auf Bundes- und Landesebene dazu ab", sagt Haupt- und Bauamtsleiter Ralph Bürger. Käme von dort die Erlaubnis, dass die Bäder geöffnet werden können, würde für das Volksbad Olbersdorf danach eine Woche Vorlaufzeit reichen, schildert er.  Bei zu erwartenden 2.000 bis 3.000 Gästen am Tag zählt der Badbetrieb hier ja mit zu den Großveranstaltungen. Das Personal wie Rettungsschwimmer, Bademeister und dergleichen steht ebenfalls bereit. 

Vor Corona-Zeiten war der Saisonstart im Silberteichbad in Seifhennersdorf für Ende Mai vorgesehen. "Wir haben zwei Notfall-Konzepte vorbereitet ", sagt Seifhennersdorfs Bürgermeisterin Karin Berndt (parteilos). Einerseits könnte die Stadt, wie geplant, den Badbetrieb aufnehmen. Bleiben aber die Grenze zu Tschechien und auch das Kindererholungszentrum Querxenland (Kiez) noch geschlossen, gibt es einen Plan B. 

Denn 40 bis 50 Prozent der Badgäste kommen hier aus dem Nachbarland und ohne den Kindergruppen aus dem Kiez, liegt die Besucherzahl bei ungefähr nur 20 Prozent. Beim Plan B werden nur der Naturteich, der Gondelteich sowie Liegewiesen, Spielplätze und dergleichen für die Öffentlichkeit zugänglich sein, nicht aber das Erlebnisbad mit der Rutschenanlage an sich. Für diesen Fall hofft Karin Berndt noch auf die Zustimmung der Stadträte, dass dann die Eintrittspreise in der Badsatzung geändert werden. Die Granitsteine sind im Naturteich vor wenigen Tagen neu verfugt worden und nun läuft das Quellwasser dort ein, berichtet sie.

Das Wasser läuft bereits ins Becken

"Wir haben alle üblichen Vorbereitungsarbeiten durchgeführt, die für eine Öffnung des Bades notwendig sind", schildert der Geschäftsführer der Stadtwerke Oberland, Steffen Ain. Das Unternehmen betreibt das Volksbad in Neugersdorf. "Wir benötigen nur wenige Tage Vorlauf, da das Wasser bereits eingelassen wird", fügt er hinzu. Sofern eine Öffnung erlaubt wird, setzen sich die Stadtwerke mit den dann eventuell zusätzlichen Maßnahmen auseinander und stehen zudem ständig im Austausch mit der Stadt Ebersbach-Neugersdorf.

Die Stadt hat jetzt im Frühjahr im Volksbad Geländer erneuert, das Pumpenhaus, die Toiletten und Duschen sowie teilweise den Beckenboden saniert, fügt Bürgermeisterin Verena Hergenröder (parteilos) hinzu.

Gerüstet wäre auch das Freibad in Ebersbach. Hierfür braucht die Stadt etwa eine Vorlaufzeit von 14 Tagen.  

Startklar sind bereits die Freibäder in Oppach und in Neusalza-Spremberg. Einige Pflegearbeiten werden hier noch erledigt. Aber ansonsten könnte die Saison am 15. Mai beginnen, schildern die Bürgermeister Sylvia Hölzel (parteilos) und Matthias Lehmann (CDU). Und käme das Okay für das Öffnen der Freibäder vom Bund oder Land Sachsen, braucht auch die Stadt Löbau für das Herrmann-Bad nur 14 Tage Vorlaufzeit, berichtet Oberbürgermeister Dietmar Buchholz (parteilos).

"Wir sind fertig"

Das Waldstrandbad in Großschönau würde planmäßig am 1. Juni öffnen. Dem steht bei einer Erlaubnis nichts im Wege. "Wir sind fertig und haben nur noch einige Pflegearbeiten zu erledigen", sagt die Prokuristin der Trixi-Park GmbH, Kathrin Adler. Die Mitarbeiter sind derzeit in Kurzarbeit, aber stehen bereit für den Saisonstart. Und auch für das Hallenbad von Trixi braucht es nur eine Woche Vorbereitungszeit für die Wiederinbetriebnahme. 

Die Mitglieder des Kux-Vereins, der das Kleine Bad in Großschönau betreibt, brauchen wetterabhängig noch vier bis fünf Wochen, bis ein Badbetrieb möglich wäre. "Wir müssen noch das Becken streichen und dann dauert es seine Zeit, bis das Wasser eingelaufen ist", schildert Vereinsvorsitzender Volker Hofmann.

Das Gebirgsbad Jonsdorf würde planmäßig sowieso erst am 29. Mai öffnen. "Wenn das bis dahin erlaubt ist, sind wir mit allen Pflegearbeiten fertig", berichtet Bürgermeisterin Kati Wenzel (parteilos). Es dauert seine Zeit, bis das Becken mit frischem Brunnenwasser gefüllt ist. 

Viele Reparatur- und Pflegearbeiten

Im Volksbad in Eibau läuft seit Mittwoch das Wasser ins Becken. Hier wurde gerade wegen Frostschäden der Betonfußboden ausgebessert. "Durch unsere Brunnenversorgung  dauert das Beckenbefüllen etwas länger", schildert die Hauptamtsleiterin der Gemeinde Kottmar, Kerstin Höhne.  Dank einer Spende von "Nahkauf" wird ein neues Spielgerät aufgebaut. Im Juni könnte das Bad vielleicht öffnen, falls es bis dahin erlaubt ist. 

Das trifft auch für das Erlebnisbad in Obercunnersdorf zu. Hier wurden die Spielgeräte neu gestrichen und andere Wartungs- und Pflegearbeiten durchgeführt. 

Im Oderwitzer Bad gaben sich seit der letzten Saison buchstäblich die Handwerker die Klinke in die Hand. Hier wurden unter anderem am Gebäudekomplex das Dach neu gedeckt, Fenster und Türen gewechselt, Sanitär-Installationen und Blitzschutz erneuert sowie Putz- und Malerarbeitern durchgeführt. Auch ein neues Eingangstor kommt noch, berichtet Bürgermeisterin Adelheid Engel (parteilos). In drei Wochen soll das Bad bereit für die Saison sein. 

Vier Wochen Vorlaufzeit werden für das Mewa-Bad in Ostritz benötigt. Die Stadt ist mit der Mewa-Bad-Initiative gerade dabei, den Betrieb auch mit genügend Rettungsschwimmern und Personal abzusichern. Ansonsten ist die Saison gut vorbereitet, schildert Bürgermeisterin Marion Prange (parteilos).

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