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Görlitz

Görlitz zäunt alle Spielplätze ein und kontrolliert

Die Rathausspitze versucht, die Bevölkerung vor Corona zu schützen. Die Notbetreuung in den Kitas funktioniert sehr gut.

So wie hier am Wilhelmsplatz, hat die Görlitzer Stadtverwaltung alle Spielplätze mit Zäunen abgesperrt.
So wie hier am Wilhelmsplatz, hat die Görlitzer Stadtverwaltung alle Spielplätze mit Zäunen abgesperrt. © Nikolai Schmidt

Die Stadtverwaltung hat am Donnerstag sämtliche Spielplätze in Görlitz mit Bauzäunen abgesperrt. „Wir tun das, um ein Signal zu setzen, dass das jetzt keine normale Situation mehr ist“, erklärt Bürgermeister Michael Wieler. Kindern könne man das Thema Corona nur begrenzt erklären. Mit Zäunen werde die Situation deutlicher. OB Octavian Ursu sagt, es funktioniere nicht, dass Kitas geschlossen werden, aber die Spielplätze offenbleiben, sodass sich alle Kinder dort treffen.

Ab sofort soll kontrolliert werden, ob die Beschränkungen eingehalten werden. Das gelte auch für Bolzplätze – und für die Schließung der Läden. „Um Personal zur Verfügung zu haben, wird die Verkehrskontrolle etwas reduziert“, sagt Wieler.

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Beratungen sind hinter Glasscheibe möglich

Die Verwaltung soll indes voll und ganz handlungsfähig bleiben – wenn auch weitestgehend ohne Besucherverkehr. „Da, wo spezieller, persönlicher Beratungsbedarf besteht, finden wir Lösungen“, sagt Ursu mit Verweis auf Trauerfälle und andere unaufschiebbare Termine. Eine Beratung könne dann beispielsweise hinter einer Glasscheibe stattfinden. Wichtige Ratssitzungen finden indes in nächster Zeit in der neuen Turnhalle neben der Jägerkaserne statt. Dort steht so viel Platz zur Verfügung, dass jeder Stadtrat eine eigene Bank nutzen kann. Tische und Stühle seien vorhanden und werden jetzt in die Halle gebracht. Allerdings gibt es nicht für jeden Tisch ein eigenes Mikrofon. Stattdessen werden zwei bis drei Standmikrofone in der Halle verteilt. Nächste Woche betrifft das den Verwaltungsausschuss am Mittwoch und den Stadtrat am Donnerstag.

Die Notbetreuung in den Kitas funktioniert derweil sehr gut, bestätigen Ursu und Wieler. „Alle Einrichtungen bleiben geöffnet“, sagt der OB. Das sei sinnvoll, damit sich die Kinder nicht vermischen. Ein Erzieher betreut maximal fünf Kinder. Wie viele Kinder tatsächlich da sind, sei noch nicht gezählt worden: „Das läuft ja erst seit Mittwoch.“ Laut Wieler sind es aber „deutlich weniger als 50 Prozent der Kinder“.

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