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Corona: Impfbereitschaft der Sachsen sinkt

Damit die Bevölkerung geschützt ist, müsste sich mindestens die Hälfte impfen lassen. Diese Marke würde in Sachsen derzeit noch knapp erreicht.

© Robert Günther/dpa (Symbolbild)

Dresden. Kommt er oder kommt er nicht? Und wenn er kommt, wann? Das sind derzeit die drängendsten Fragen rund um die Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus. Derzeit sind rund 170 Forschungsprojekte registriert, die an verschiedenen Varianten für einen Impfstoff arbeiten. Ziel ist nach wie vor, dass ab Jahresbeginn 2021 ein Mittel  zur Verfügung steht. 

Doch entscheidend wird dann sein, wie viele Menschen sich tatsächlich auch impfen lassen, um die sogenannte Herdenimmunität zu erreichen. Bei Covid-19 wurde diese Schwelle zunächst auf zwei Drittel der Bevölkerung geschätzt. Inzwischen gibt es epidemiologische Berechnungen, die eine Herdenimmunität schon ab 50 Prozent für möglich halten. Aber auch das wären eine Menge Impfungen.

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Wie eine repräsentative Exklusiv-Umfrage von sächsische.de und den Meinungsforschern von Civey zeigt, würde diese Marke in Sachsen gerade noch so erreicht. 51,1 Prozent der hier lebenden Menschen würden sich nach jetzigem Stand gegen das Coronavirus impfen lassen, sobald ein Impfstoff verfügbar ist. 38,6 Prozent würden das nicht tun. 10,3 Prozent der Sachsen sind bei der Frage unentschieden.

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Wenn man die Umfrageergebnisse im Zeitverlauf der vergangenen drei Wochen betrachtet, zeigt sich aber auch, dass die Impfbereitschaft in letzter Zeit deutlich gesunken ist. So wollten sich Mitte August noch rund 66 Prozent impfen lassen, sobald ein Impfstoff entwickelt ist. Gerade einmal rund 25 Prozent sagten damals, dass sie das nicht tun würden. Seitdem ist die Zahl der Impfbefürworter stetig gesunken und die Zahl der Impfgegner gestiegen.

Die Stichprobe, die der Grundgesamtheit der sächsischen Wahlbevölkerung entspricht, umfasst 330 Personen. Wie Umfragen mit Civey funktionieren, wird in diesem Artikel (mit Video) erklärt.

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