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Infizierte Händlerin: Es wird noch ermittelt

Die Staatsanwaltschaft hat den Fall noch nicht zu den Akten gelegt. Bei den Ermittlungen gibt es aber eine große Hürde.

Symbolbild.
Symbolbild. © dpa

Auch nach wochenlangen Ermittlungen kann die Staatsanwaltschaft den Fall einer corona-infizierten Händlerin aus der Sächsischen Schweiz nicht abschließen.  Die Frau soll trotz eines positiven Tests und einer Schließungsanordnung in ihrem Laden gewesen und mit Kunden in Kontakt getreten sein. Oberstaatsanwalt Lorenz Haase sagte auf Anfrage von Sächsische.de, dass die erforderlichen Nachermittlungen vom Polizeirevier Sebnitz geführt würden. Für den Tatnachweis sei erforderlich, Zeugen zu finden, die die Beschuldigte am 23. März noch in ihrem Geschäft gesehen haben. Dies gestalte sich schwierig, weil die umliegenden Geschäfte zwischenzeitlich alle geschlossen waren. Seit Montag ist es jedoch den kleineren Läden wieder erlaubt zu öffnen. 

Zum Einzugsgebiet des Sebnitzer Reviers gehören die Gemeinden Bad Schandau, Dürrröhrsdorf-Dittersbach, Hohnstein, Neustadt in Sachsen, Kurort Rathen, Rathmannsdorf, Sebnitz und Stolpen. Daraus folgt, dass besagter Laden in einer dieser Gemeinden liegen muss. Durch eine Kommunikationsspanne wurde zunächst angenommen, das Geschäft befände sich in Pirna. Das hat aber das Pirnaer Rathaus auf SZ-Anfrage dementiert.

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Nach dem Bekanntwerden des Falls haben viele Leser verlangt, den Namen der Händlerin beziehungsweise ihre Firma zu veröffentlichen. Jedoch ist das presserechtlich mit Blick auf die angenommene geringe Schwere der Schuld und auf die letztlich wohl doch erfolgte Schließung nicht möglich. Danach konnte von dem Laden keine Gefahr mehr für die Öffentlichkeit ausgehen, vor der zu warnen gewesen wäre.

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