merken
PLUS Dresden

Corona-Inzidenz in Dresden pendelt weiter um die 50

Keine weiteren Todesfälle, aber eine neue Klinikeinweisung sowie ein betroffenes Pflegeheim. Das sind die aktuellsten Corona-Zahlen aus Dresden.

Wegen einer dauerhaft höheren Inzidenz als 35 gilt auch in Dresden in vielen Bereichen die 3G-Regel.
Wegen einer dauerhaft höheren Inzidenz als 35 gilt auch in Dresden in vielen Bereichen die 3G-Regel. © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Dresden. Das Dresdner Gesundheitsamt meldet auch zum Dienstag eine vergleichsweise ruhige Infektionslage für die Stadt. Allerdings nimmt die Zahl der Intensivpatienten weiter zu. Das sind die neuesten Zahlen zur Pandemie in Dresden.

Neuinfektionen: Am Dienstag hat das Gesundheitsamt 50 neue Infektionen gemeldet, am Montag waren es elf. Insgesamt haben sich seit Pandemiebeginn im März 2020 nachweislich 32.725 Menschen in der Stadt angesteckt.

Anzeige
Die besten Arbeiten aus 2021
Die besten Arbeiten aus 2021

Maler, Tischler und Raumausstatter zeigen in njumii - das Bildungszentrum des Handwerks ihr ganzes Können: kreativ, innovativ und meisterhaft.

Genesene und aktive Infektionen: Bei 31.040 Infizierten schätzt das Gesundheitsamt, dass sie die Infektion bereits überstanden haben. Die Schätzung ergibt sich aus der Annahme, dass die Infizierten auch zwei Wochen nach der Meldung nicht ins Krankenhaus mussten. Wer doch in einer Klinik versorgt werden musste, bei dem wird eine Genesung nach einem Monat angenommen. Das Gesundheitsamt betont: "Da im Einzelfall auch deutlich längere Erkrankungsverläufe möglich sind, stellen die berechneten Daten nur grobe Schätzungen dar." Abzüglich der Zahl aller Verstorbenen würde dies heißen, dass derzeit 568 Infektionen aktiv sind.

Infektionen in Schulen, Kitas und Pflegeheimen: Mit Stand vom Dienstagmittag sind 51 Schulen, 12 Kitas und ein Pflegeheim von Corona-Infektionen betroffen. In Quarantäne befinden sich 20 Kita-Kinder beziehungsweise Erzieher sowie 33 Schüler beziehungsweise Lehrer und 25 Menschen in Pflegeheimen, darunter möglicherweise auch Pflegepersonal.

Darüber hinaus galt zum Dienstag der Beobachtungsstatus für 12 Kita-Kinder/Erzieher und 51 Schüler/Lehrer. Worin der Unterschied zwischen Quarantäne und Beobachtung liegt, erfahren Sie hier.

Krankenhauseinweisungen: Das Gesundheitsamt hat am Dienstag eine weitere Klinikeinweisung wegen Covid-19 gemeldet. 50 Patienten wurden laut der Stadt auf Intensivstationen betreut.

Seit Pandemie-Beginn im März 2020 benötigten insgesamt 2.732 Infizierte eine stationäre Versorgung. Gezählt werden laut Gesundheitsamt nur Patienten, die im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung stationär behandelt werden.

Todesfälle: Das Gesundheitsamt hat am Dienstag keinen weiteren Todesfall gemeldet. Insgesamt starben bisher 1.117 Dresdner in einem zeitlichen Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Die meisten von ihnen während der zweiten Welle im vergangenen Winter.

Alter der Infizierten: Den absoluten Zahlen zufolge haben sich bisher vor allem Dresdner im Alter zwischen 35 und 59 Jahren angesteckt. Fast 40 Prozent aller Infizierten in Dresden gehört dieser Altersgruppe an. Es folgen die 15- bis 34-Jährigen (rund 30 Prozent) und die über 60-Jährigen (etwa 25 Prozent).

Alter der Verstorbenen und Fallsterblichkeit: Insgesamt sind bisher rund 3,5 Prozent aller nachweislich Infizierten in der Landeshauptstadt gestorben. Knapp drei Viertel der Verstorbenen kamen aus der Gruppe der über 80-Jährigen. Betrachtet man nur diese Altersgruppe, so liegt die Fallsterblichkeit dort bei über 20 Prozent. Zu beachten ist, dass diese Zahl den kompletten Pandemiezeitraum umfasst, also auch jene Periode, in der es noch keine Corona-Schutzimpfungen gab. Bei den Kindern und Teenagern liegt die Fallsterblichkeit bei null Prozent.

Die Inzidenz: Die Sieben-Tage-Inzidenz ist das erste Kriterium, das entscheidet, wie umfangreich die Corona-Regeln ausfallen. Sie gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich innerhalb der vergangenen sieben Tage neu mit dem Virus infiziert haben. Am Dienstag lag die Inzidenz laut RKI leicht gesunken bei 48,9.

Die Bettenauslastung: Das zweite Kriterium ist die Bettenauslastung in allen sächsischen Krankenhäusern. 103 Betten auf Normalstationen und 50 Betten auf Intensivstationen sind am Dienstag dort mit Corona-Patienten belegt gewesen.

Die aktuell gültigen Regeln: Da die Inzidenz bereits fünf Tage am Stück über der Marke von 35 lag, gelten in Dresden seit dem 11. September wieder Regelverschärfungen. So müssen sich ungeimpfte und ungenesene Menschen wieder testen lassen, wenn sie zum Beispiel ein Restaurant oder einen Friseursalon betreten wollen. Geimpfte und Genesene müssen Nachweise vorlegen (3G-Regel). Das sind die genauen Corona-Regeln, die derzeit in Dresden gelten.

Die Bettenauslastung sorgt aktuell für keine zusätzlichen Regelverschärfungen. Sind so viele Betten belegt, dass die Vorwarnstufe an fünf aufeinanderfolgenden Tagen überschritten wird, werden die Corona-Regeln am übernächsten Tag in ganz Sachsen verschärft. Private Zusammenkünfte im öffentlichen und privaten Raum sind dann nur bis maximal zehn Personen zulässig. Geimpfte, Genesene und unter 14-Jährige sind ausgenommen. Eine weitere Eskalationsstufe gibt es, wenn noch mehr Corona-Patienten in die Krankenhäuser kommen.

In Dresden sind bisher mehr als 294.000 Menschen vollständig geimpft worden (Stand: 25.09.2021). Dabei handelt es sich auch um Bürgerinnen und Bürger, die nicht in Dresden leben, sich ihr Impfzentrum aussuchen durften und sich in der Stadt haben impfen lassen.

Weiterführende Artikel

Dresdner Gastronomen bleiben bei 3-G

Dresdner Gastronomen bleiben bei 3-G

Wirte können nur noch Geimpften und Genesenen Eintritt gewähren, wenn sie das möchten. Warum das kaum jemand umsetzt.

Neue Corona-Schutz-Verordnung: Welche Regeln in Dresden gelten

Neue Corona-Schutz-Verordnung: Welche Regeln in Dresden gelten

Ab Donnerstag tritt in Dresden eine neue Corona-Verordnung in Kraft. Das sind die wichtigsten Punkte.

Dresden: So viele starben in Pflegeheimen

Dresden: So viele starben in Pflegeheimen

Die Stadt Dresden hat aktuelle Zahlen zum Impfen, dem Impf-Status in Pflegeheimen und auch den bisherigen Corona-Toten genannt. Die Details.

Soll der Arbeitgeber den Impfstatus abfragen dürfen?

Soll der Arbeitgeber den Impfstatus abfragen dürfen?

Geimpft oder nicht? Diese Info könnte Firmen helfen, in den Vorkrisenmodus zurückzukehren. Sollen Beschäftige zur Auskunft verpflichtet werden?

Andererseits fehlen in der Statistik Dresdner, die sich außerhalb Dresdens impfen ließen. Die Impfquote für die Landeshauptstadt - sie liegt derzeit bei 52 Prozent - ist damit nur bedingt aussagekräftig.

Darüber hinaus haben mehr als 1.700 Menschen in Dresden eine Auffrischungsimpfung bekommen. Sie wird über 70-Jährigen sowie Personen mit bestimmten Vorerkrankungen empfohlen, deren Zweitimpfung ein halbes Jahr her ist.

Mehr zum Thema Dresden