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Corona Inzidenz wieder über 50

Zum Wochenanfang steigt die Inzidenz wieder. Ein Ende der 3G-Regel ist damit nicht abzusehen.

Rauf, runter, rauf: Die Dresdner Inzidenz befindet sich gerade im Jo-Jo-Modus.
Rauf, runter, rauf: Die Dresdner Inzidenz befindet sich gerade im Jo-Jo-Modus. © dpa-Zentralbild/Sebastian Kahnert (Symbolbild)

Dresden. Einen Tag lang konnte man den Eindruck gewinnen, Dresden steuere einem Ende der 3-G-Regel entgegen. Auf gut 40 war die Inzidenz am Sonntag plötzlich gefallen. Doch schon am Montag ist sie wieder über 50 geklettert, wie das Robert-Koch-Institut am Morgen mitteilte. Das sind die neuesten Zahlen zur Pandemie in Dresden.

Neuinfektionen: Am Montag hat das Gesundheitsamt acht neue Infektionen gemeldet. Insgesamt haben sich seit Pandemiebeginn im März 2020 nachweislich 32.381 Menschen in der Stadt angesteckt.

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Genesene und aktive Infektionen: Bei 30.648 Infizierten schätzt das Gesundheitsamt, dass sie die Infektion bereits überstanden haben. Die Schätzung ergibt sich aus der Annahme, dass die Infizierten auch zwei Wochen nach der Meldung nicht ins Krankenhaus mussten. Wer doch in einer Klinik versorgt werden musste, bei dem wird eine Genesung nach einem Monat angenommen. Das Gesundheitsamt betont: "Da im Einzelfall auch deutlich längere Erkrankungsverläufe möglich sind, stellen die berechneten Daten nur grobe Schätzungen dar." Abzüglich der Zahl aller Verstorbenen würde dies heißen, dass derzeit 617 Infektionen aktiv sind.

Infektionen in Schulen und Kitas: Mit Stand vom Dienstagmorgen sind 36 Schulen und 13 Kitas von Corona-Infektionen betroffen. In Quarantäne befinden sich 47 Kita-Kinder beziehungsweise Erzieher sowie 26 Schüler beziehungsweise Lehrer. Darüber hinaus gilt der Beobachtungsstatus für 240 Kita-Kinder/Erzieher und 247Schüler/Lehrer. Worin der Unterschied zwischen Quarantäne und Beobachtung liegt, erfahren Sie hier.

Krankenhauseinweisungen: Das Gesundheitsamt hat am Montag vier weitere Klinikeinweisung wegen Covid-19 gemeldet.

Seit Pandemie-Beginn im März 2020 benötigten insgesamt 2.713 Infizierte eine stationäre Versorgung. Gezählt werden laut Gesundheitsamt nur Patienten, die im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung stationär behandelt werden.

Todesfälle: Das Gesundheitsamt hat am Montag keine weiteren Todesfälle gemeldet. Am Freitag waren fünf Sterbefälle mitgeteilt worden. Dabei handelte es sich ausnahmslos um Infizierte, die 60 Jahre und älter waren. Insgesamt starben bisher 1.116 Dresdner in einem zeitlichen Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Die meisten von ihnen während der zweiten Welle im vergangenen Winter.

Alter der Infizierten: Den absoluten Zahlen zufolge haben sich bisher vor allem Dresdner im Alter zwischen 35 und 59 Jahren angesteckt. Fast 40 Prozent aller Infizierten in Dresden gehört dieser Altersgruppe an. Es folgen die 15- bis 34-Jährigen (rund 30 Prozent) und die Über-60-Jährigen (etwa 25 Prozent).

Alter der Verstorbenen und Fallsterblichkeit: Insgesamt sind bisher rund 3,5 Prozent aller nachweislich Infizierten in der Landeshauptstadt gestorben. Knapp Dreiviertel der Verstorbenen kamen aus der Gruppe der Über-80-Jährigen. Betrachtet man nur diese Altersgruppe, so liegt die Fallsterblichkeit dort bei über 20 Prozent. Zu beachten ist, dass diese Zahl den kompletten Pandemiezeitraum umfasst, also auch jene Periode, in der es noch keine Corona-Schutzimpfungen gab. Bei den Kindern und Teenagern liegt die Fallsterblichkeit bei null Prozent.

Die Inzidenz: Die Sieben-Tage-Inzidenz ist das erste Kriterium, das entscheidet, wie umfangreich die Corona-Regeln ausfallen. Sie gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich innerhalb der vergangenen sieben Tage neu mit dem Virus infiziert haben. Am Dienstag lag die Inzidenz laut RKI bei 42,8.

Die Bettenauslastung: Das zweite Kriterium ist die Bettenauslastung in allen sächsischen Krankenhäusern. 95 Betten auf Normalstationen und 35 Betten auf Intensivstationen sind am Montag dort mit Corona-Patienten belegt gewesen.

Die aktuell gültigen Regeln: Da die Inzidenz bereits fünf Tage am Stück über der Marke von 35 lag, gelten in Dresden seit dem 11. September wieder Regelverschärfungen. So müssen sich ungeimpfte und ungenesene Menschen wieder testen lassen, wenn sie zum Beispiel ein Restaurant oder einen Friseursalon betreten wollen. Geimpfte und Genesene müssen Nachweise vorlegen (3-G-Regel). Das sind die genauen Corona-Regeln, die derzeit in Dresden gelten.

Die Bettenauslastung sorgt aktuell für keine zusätzlichen Regelverschärfungen. Sind so viele Betten belegt, dass die Vorwarnstufe an fünf aufeinanderfolgenden Tagen überschritten wird, werden die Corona-Regeln am übernächsten Tag in ganz Sachsen verschärft. Private Zusammenkünfte im öffentlichen und privaten Raum sind dann nur bis maximal zehn Personen zulässig. Geimpfte, Genesene und Unter-14-Jährige sind ausgenommen. Eine weitere Eskalationsstufe gibt es, wenn noch mehr Corona-Patienten in die Krankenhäuser kommen.

In Dresden sind bisher mehr als 288.000 Menschen vollständig geimpft worden (Stand: 17.09.2021). Dabei handelt es sich auch um Bürgerinnen und Bürger, die nicht in Dresden leben, sich ihr Impfzentrum aussuchen durften und sich in der Stadt haben impfen lassen.

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Andererseits fehlen in der Statistik Dresdner, die sich außerhalb Dresdens impfen ließen. Die Impfquote für die Landeshauptstadt - sie liegt derzeit bei 50 Prozent - ist damit nur bedingt aussagekräftig.

Darüber hinaus haben knapp 1.000 Menschen in Dresden eine Auffrischungsimpfung bekommen. Sie wird Über-70-Jährigen sowie Personen mit bestimmten Vorerkrankungen empfohlen, deren Zweitimpfung ein halbes Jahr her ist.

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