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Corona: So ist die Lage beim Kamenzer ASB-Pflegedienst

Neun Beschäftigte des Pflegezentrums sind erkrankt. Das Gesundheitsamt rechnet mit einem raschen Anstieg der Infektionen.

Zum ASB in Kamenz gehört auch ein Gebäude mit 33 altersgerechten Wohnungen. Dort warnt jetzt ein Schild: Betretungsverbot - Es besteht Infektionsgefahr.
Zum ASB in Kamenz gehört auch ein Gebäude mit 33 altersgerechten Wohnungen. Dort warnt jetzt ein Schild: Betretungsverbot - Es besteht Infektionsgefahr. © René Plaul

Kamenz.  Ende voriger Woche wurden mehrere Corona-Infektionen beim ASB-Pflegezentrum in Kamenz bekannt. Nach neusten Informationen sind nun neun Beschäftigte erkrankt. Sie zeigen klinische Symptome in unterschiedlicher Intensität, wie das Landratsamt Bautzen auf Nachfrage von Sächsische.de mitteilt.

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Außerdem seien 150 Patienten und Kontaktpersonen getestet worden. So habe man Infektionsketten nachvollziehen und unterbrechen können.  "Es gab unterschiedliche Abstrich-Ergebnisse. Der Großteil war allerdings negativ", so Cynthia  Thor, Sprecherin der Kreisbehörde. Die Kreisverwaltung bestätigt, dass auch Patienten erkrankt sind und zum Teil stationär im Krankenhaus  behandelt werden, nennt aber keine Anzahl. 

Nicht alle der 16 Mitarbeiter des ambulanten Pflegedienstes seien in Quarantäne. Dafür gebe es keine sachlichen Gründe, so Pressesprecherin Cynthia Thor. Allerdings seien alle Mitarbeiter mehrfach getestet worden. Sie würden strengen Schutzauflagen unterliegen und durch das Gesundheitsamt überwacht. So sei der Pflegedienst derzeit noch handlungsfähig. Auf Dauer könne das vonseiten der Kreisbehörde aber nicht zugesagt werden.

Sieben Mitarbeiterinnen sind weiterhin im Dienst

Der ASB versichert seinerseits: "Sieben Mitarbeiterinnen wurden negativ getestet. Sie  sind weiterhin mit großem Engagement im Dienst. Sie werden regelmäßig durch das Gesundheitsamt getestet."  Grit Klee ist die Leiterin Soziale Dienste des ASB Dresden-Kamenz, sie sagt:  "Wir erleben gerade eine große Herausforderung, denn wenn so viele Mitarbeiter auf einmal ausfallen, muss die Pflege trotzdem abgesichert werden." Sie richtet deshalb einen großen Dank an ihr Team, das so schnell umgeplant habe. Ebenso dankbar sei sie der Landesvertretung Sachsen der Pflegekassen und der Pflegekoordinatorin von Bautzen für ihre Unterstützung und Betreuung: "Das hilft uns sehr in dieser Situation." 

Zur normalen Arbeit kann der Pflegedienst nach Aussagen des Landratsamtes erst wieder übergehen,  wenn die Quarantäne für Personal und Patienten aufgehoben wurde. "Wann das genau sein wird, kann aktuell nicht beantwortet werden", erklärt Behördensprecherin Cynthia Thor.

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Unterdessen hat das Gesundheitsamt am vergangenen Wochenende viele Kontaktpersonen von infizierten Mitarbeitern und Patienten des Pflegedienstes ermittelt und zahlreiche Quarantänen angeordnet. Dabei sei festzustellen, dass die Kontaktpersonen ihrerseits neue größere Infektionsketten in Schulen und Kitas ausgelöst haben, so das Amt. Zahlreiche Betroffene seien daher am Wochenende zu Corona-Tests einbestellt worden. Nun rechnet das Amt für die nächsten Tage mit einer steigenden Zahl von Corona-Neuinfektionen.

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