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Marketenderin schenkt wieder Suppe aus

Katharina Menzel war ohne Gulaschkanone nicht arbeitslos. Der Bio-Hof der Familie sorgt für Beschäftigung.

Katharina Menzel ist die Marketenderin und verkauft Suppen mit ihrer Gulaschkanone auf den Märkten in Niesky und Görlitz.
Katharina Menzel ist die Marketenderin und verkauft Suppen mit ihrer Gulaschkanone auf den Märkten in Niesky und Görlitz. © André Schulze

Die Gulaschkanone von Katharina Menzel ist bisher fester Bestandteil des Nieskyer und des Görlitzer Wochenmarktes gewesen. Dann kam Corona dazwischen. Die drei Kessel blieben leer und die Gulaschkanone in der Garage. Nun steht die Marketenderin aus Groß Krauscha wieder in Niesky auf dem Markt und in Görlitz-Nord vor einem Einkaufsmarkt. Nur auf den Görlitzer Wochenmarkt durfte die 41-bislang Jährige noch nicht - ab kommender Woche aber schon. Wie es ihr derweil erging, erzählt 41-Jährige hier. 

"Die Corona-Krise habe ich bisher gut überstanden. Sowohl was meine Gesundheit und die meiner Familie angeht, als auch was die Arbeit von mir und meinem Mann betrifft. Klar, ich konnte eine Zeit lang nicht als Marketenderin unterwegs sein, weil die Wochenmärkte nicht mehr stattfanden. Da wir aber zu Hause eine eigene Landwirtschaft haben, gibt es dort genug zu tun. Zudem half ich zwischendurch stundenweise auf dem Gut Krauscha mit aus. An Arbeit hat es mir also nicht gefehlt.

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200 Portionen für die Marktbesucher

Dafür fehlten mir meinen Kunden an der Gulaschkanone. Ich freue mich, wieder dienstags in Niesky und donnerstags vor dem Kaufland zu stehen. Diesen Monat sind es zwölf Jahre, dass ich fast wöchentlich nach Niesky fahre. Seit dem 7. April ist das wieder möglich - und auch die Leute kommen wieder. Das heißt aber auch, dass der Tag morgens um 4 Uhr für mich beginnt. Dann koche ich meine Suppen vor und fülle sie in die Gulaschkanone. Pro Tag sind das rund 200 Portionen, die ich in meiner Küche koche.  

Besonders freue ich mich, dass unser Hof in der Zwischenzeit das Prädikat "Bio" bekommen hat. Ab dem dritten Jahr dürfen wir unsere Erzeugnisse als Bio-Waren kennzeichnen und verkaufen. Das sind beispielsweise Kartoffeln und Kürbisse. Aber auch in der Rinderzucht sind wir tätig. 

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