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Corona: Keine Zeit für Angst, aber für Verantwortung

Der neuerliche Anstieg der Coronafälle im Kreis Görlitz ist eine Mahnung, schreibt SZ-Redakteur Sebastian Beutler. Für Leichtsinn ist kein Platz.

Symbolbild
Symbolbild © NIAID-RML/AP

So hohe Infektionszahlen hat der Landkreis lange nicht mehr gesehen. So viele Menschen mussten sich selten zu Hause aufhalten, um eine mögliche Infektion abzuklären. Ist das jetzt Anlass für Angst und Beunruhigung? Kommt es zum Lockdown im Landkreis Görlitz?

Das ist eher nicht zu erwarten. Die Infektionen sind bislang nicht mit einer hohen Zahl an schweren Fällen verbunden, die in Krankenhäusern oder sogar intensivmedizinisch behandelt werden müssen. Zuletzt berichtete der Landkreis von zwei Patienten in Kliniken. Das ist noch keine Herausforderung für das Gesundheitswesen an der Neiße. Infektion heißt nicht gleich schlimmer Verlauf der Krankheit, das ist eher die Ausnahme.

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Zum anderen kann der Kreis das Infektionsgeschehen auf die fünf zuletzt betroffenen Behinderteneinrichtungen zurückführen und begrenzen. Der Kreis hat diese Einrichtungen in Quarantäne geschickt, das kommt einem Lockdown für sie gleich. 

Anders wäre die Lage, wenn sich die fast 60 Infektionsfälle über den gesamten Landkreis verteilen würden, ohne dass der Ursprung ersichtlich ist, der zum Ausbruch der Infektionen führte. Dann wäre die Situation ungleich dramatischer, müssten auch Maßnahmen ergriffen werden, die in den Alltag von viel mehr unbeteiligten Menschen eingreifen.

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Der neuerliche Ausbruch aber zeigt: Das Coronavirus verschwindet nicht so schnell, es ist mitten unter uns. Das muss niemanden ängstigen, aber jedem deutlich machen, dass wir es weitgehend selbst in der Hand haben, wie es weitergeht. Viel ist geholfen, wenn sich alle an Abstand, Maske und Umsicht im Umgang miteinander halten.

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