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Ohne Bußgeld geht's wohl nicht

Wer keine Maske trägt, riskiert den Zwang unter Strafe. Auch die Landesregierung ist gefragt, kommentiert SZ-Redakteur Daniel Krüger.

In manchen Bundesländern sollen bald auf das Verweigern des Maskentragens empfindliche Strafen stehen.
In manchen Bundesländern sollen bald auf das Verweigern des Maskentragens empfindliche Strafen stehen. © Annette Riedl/dpa

Auch wenn es bei über dreißig Grad schwerfällt: Der Großteil der Menschen in Sachsen hält sich vorbildlich an die Maskenpflicht. Die Landesregierung hat die Disziplin ihrer Bürger von Anfang an gelobt – und fuhr lange zu Recht einen eher sanften Kurs. 

Doch angesichts einer drohenden zweiten Welle darf nicht ignoriert werden, dass sich auch in Sachsen zunehmend Maskenmüdigkeit und Trotz gegen die Maßnahmen breit macht. Immer öfter sieht man in Bussen und Bahnen, in Restaurants und Supermärkten Menschen, denen es offenbar egal ist, ob sie andere gefährden. Da hängt die Maske unterm Kinn, die Nase schaut heraus oder der Schutz fehlt gleich ganz.

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No-Go-Area für Gefärdete

Angesichts dieser Entwicklungen ist es richtig, dass Bundesländer wie NRW, Bayern und Niedersachsen mehr kontrollieren wollen und die Bußgelder erhöhen. Es wäre richtig, wenn sich auch Sachsen trotz eher niedriger Infektionszahlen dazu durchringt, überhaupt Bußgelder für Verstöße gegen die Maskenpflicht zu erheben. Denn bei der Masken-Frage geht es nicht um Eigenverantwortung. Es geht um Verantwortung für andere Menschen, für Ältere, für Schwangere, für die Risikogruppe mit Vorerkrankungen.

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Diese wiegt offenbar zu schwer für Einige, die Busse, Bahnen und andere Orte mit ihrer Fahrlässigkeit zu einer No-Go-Area für Gefährdete machen. Außerdem sollte die Landesregierung endlich das Kontrollchaos in den Griff bekommen. Damit jene, die unter den Masken schwitzen, keinen zweiten Lockdown ertragen müssen.

Mail an Daniel Krüger

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