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Sachsen trotz Corona-Krise optimistisch

Repräsentative Umfragen zeigen, dass die meisten für sich persönlich keine größeren wirtschaftlichen Einbußen erwarten. Es gibt aber auch skeptische Stimmen.

© (c) Christian Juppe

Vier von zehn Unternehmen in Sachsen haben Kurzarbeit angemeldet und damit mehr als im Vergleich zum gesamten Bundesgebiet. Wirtschaftsforscher erwarten eine heftige Rezession. Und Experten rechnen mit einer verzögerten Welle an Insolvenzen. In Anbetracht dieser düsteren Prognosen, ausgelöst durch die derzeitige Corona-Krise, machen sich die Sachsen jedoch relativ geringe Sorgen um ihr persönliches Fortkommen.

 Das lässt sich aus zwei repräsentativen Umfrage ablesen, die Sächsische.de gemeinsam mit den Meinungsforschern von Civey gestartet hat. Demnach glauben viele Sachsen nicht daran, dass die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie persönlich zu einem sozialen Abstieg führen werden. Exakt 50 Prozent der Sachsen geben an, sich darum keine Sorgen zu machen. Rund 13 Prozent sind bei der Frage unentschieden. Dass sich rund 37 Prozent der Sachsen um einen sozialen Abstieg sorgen, zeigt aber auch, dass entsprechende Ängste in der Bevölkerung weit verbreitet sind.  

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Der Vergleich zu den bundesweiten Umfrage-Zahlen zeigt, dass die Sachsen ihre Zukunft zudem etwas pessimistischer einschätzen als der Durchschnitts-Deutsche. Bundesweit machen sich lediglich rund 35 Prozent Sorgen wegen eines möglichen sozialen Abstiegs. Rund 55 Prozent haben diese Sorgen nicht.

Ganz konkret gefragt machen sich derzeit die wenigsten Sachsen Sorgen, dass sie ihre Miete nicht mehr bezahlen können. Rund 15 Prozent beantworten diese Frage mit Ja. Rund 80 Prozent haben diese Sorgen derzeit nicht. Bei dieser Frage sind die Sachsen sogar etwas optimistischer als der bundesdeutsche Durchschnitt - vielleicht weil die Mieten hierzulande vergleichsweise niedrig sind. Bundesweit machen sich 16 Prozent der Menschen Sorgen, dass sie ihre Miete nicht mehr bezahlen können. 78 Prozent machen sich diese Sorgen nicht. 

An der Umfrage zum sozialen Abstieg wurde bisher 10.986 Mal teilgenommen. Aus 5.047 Stimmen wurde eine Stichprobe gezogen, die der Grundgesamtheit der sächsischen Wahlbevölkerung entspricht. An der Umfrage zu den Mieten wurde 13.861 Mal teilgenommen, die Stichprobe besteht aus 5.058 Stimmen. Wie Umfragen mit Civey funktionieren, wird in diesem Artikel (mit Video) erklärt.

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