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Meißen

Kreis Meißen prüft Katastrophen-Voralarm

Die Zahl der Corona-Fälle hat sich im Kreis seit Mittwoch um fünf auf insgesamt 16 erhöht. Polizeibehörde kontrolliert die Schließung der Läden.

Ruft der Landkreis Meißen einen Katastrophen-Voralarm aus, würden Einsatzkräfte wie das THW in Bereitschaft gesetzt.
Ruft der Landkreis Meißen einen Katastrophen-Voralarm aus, würden Einsatzkräfte wie das THW in Bereitschaft gesetzt. © xcitepress

Meißen.  Die Zahl der Corona-Patienten hat sich im Landkreis Meißen auf 17 erhöht, 185 Personen befinden sich in häuslicher Quarantäne. Das teilten das Landratsamt und das Staatsministerium für Soziales am Donnerstag mit. Es ist äußerst wichtig, so Landrat Arndt Steinbach, dass jeder Bürger, jede Bürgerin die restriktiven Anordnungen einhält. 

„Es muss uns gelingen, die Verbreitung des neuartigen Virus zu verlangsamen“, sagte Steinbach auf der Krisensitzung des Landkreises. Nach Angaben des Landrates zur Sächsischen Zeitung  prüft der Landkreis Meißen bereits die Ausrufung eines Katastrophen-Voralarms. Das würde die Einsatzkräfte in Bereitschaft versetzen.

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Jeden Tag  zehn Uhr beraten Mitarbeiter der Verwaltung sowie der Leitende Notarzt Dr. Oliver Hensel die Entwicklung der Corona-Epidemie im Landkreis Meißen. Jetzt werden überall im Freistaat die Kapazitäten der intensivmedizinischen Versorgung erhöht. Der Landkreis Meißen prüft gegenwärtig die technischen und räumlichen Voraussetzungen für zusätzliche Beatmungsplätze. 

Test nur bei Verdachtsfällen

Überall bereiten sich auch Rehabilitationskliniken darauf vor, Corona-Patienten aufzunehmen. „Wir erwarten in den nächsten Tagen einen weiteren Anstieg“, sagte  Amtsärztin Petra Albrecht. Alle medizinischen Kapazitäten rund um das neuartige Virus seien darauf gerichtet, Menschen mit Symptomen zu behandeln. Es werden aber  nur  „berechtigte Verdachtsfälle" getestet. 

Das sind Menschen, die sich nachweislich in einem Risikogebiet aufgehalten haben, engen Kontakt zu einer an Corona erkrankten Person hatten und somit Symptome aufweisen. Unzulässig ist die Forderung von Arbeitgebern, Angestellte präventiv zu einem Corona-Test aufzufordern. „Eine solche Forderung ist ungesetzlich“, so die Amtsärztin.

Ordnungsamt straft bei Verstößen ab

Unsicherheit gab es auf kommunaler Ebene bei der Frage nach den Kontrollen zur Einhaltung der Allgemeinverfügung zur Schließung von Läden und Gaststätten. Der Freistaat erklärt dazu, dass die Polizeibehörden diese Aufsicht übernehmen, die Ahndung von Ordnungswidrigkeiten übernimmt das Kreisordnungsamt.

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