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Jetzt 145 Corona-Infizierte im Kreis Meißen

Der Tages-Anstieg liegt bei sieben Personen. Große Mengen Desinfektionsmittel werden in Altenheimen und beim Rettungsdienst verteilt.

Verdünnter Ethanolalkohol wird in Flaschen abgefüllt. Der Landkreis Meißen hat jetzt ein große Menge von Desinfektionsmittel als Spender von BASF erhalten und verteilt sie jetzt.
Verdünnter Ethanolalkohol wird in Flaschen abgefüllt. Der Landkreis Meißen hat jetzt ein große Menge von Desinfektionsmittel als Spender von BASF erhalten und verteilt sie jetzt. © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild

Meißen. In der Statistik der Landkreise Sachsen liegt der Landkreis Meißen bei den positiv auf Corona Getesteten auf dem vorletzten Platz. Weniger Erkrankungen hat nur der Landkreis Nordsachsen. Landrat Arndt Steinbach sagte auf der Sitzung des Krisenstabes am Donnerstag, dass diese Bilanz „ein Ergebnis der aufwändigen Recherche der Teams des Gesundheitsamtes ist."  Ein wenig Glück, so der Landrat, gehöre aber auch dazu. 

Die Zahl der positiven Tests hat sich von Mittwoch zu Donnerstag um sieben auf 145 insgesamt erhöht, davon konnten 41 Patienten ihre strenge Quarantäne beenden. Sieben Patienten befinden sich in stationärer Behandlung, vier davon auf der Intensivstation. 269 Kontaktpersonen verbringen die nächsten 14 Tage in häuslicher Isolation. 

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Auf die Frage nach den medizinischen Kriterien für eine Ansteckung antwortete die Amtsärztin Petra Albrecht: „Das Robert-Koch-Institut wie auch andere Fachmediziner gehen davon aus, dass ein Face-to-face-Kontakt von 15 Minuten bei einem Abstand von unter zwei Metern eine Übertragung sehr, sehr begünstigt.“  

Die Polizei hat am Mittwoch  intensiv kontrolliert und 22 Ordnungswidrigkeiten festgestellt. Bei den Kontrollen über das Osterfest unterstützt die Bereitschaftspolizei ihre Kollegen im Landkreis Meißen. Polizeihauptkommissar Raiko Riedel informierte den Krisenstab über mehr Kontrollen an Baumärkten. Die Rechtsverordnung des Freistaates zum Schutz vor dem Coronavirus ist bis zum 19. April gültig. Der Krisenstab wird sich berichten lassen und  setzt seine Beratungen unter Leitung des Landrates auch an den Osterfeiertagen fort.

Wieder ein einstelliger Tageszuwachs.
Wieder ein einstelliger Tageszuwachs. © Gesundheitsamt Meißen
Die Kurve liegt unter dem Sachsen-Durchschnitt.
Die Kurve liegt unter dem Sachsen-Durchschnitt. © Gesundheitsamt Meißen
Die meisten Infizierten wohnen in Radebeul.
Die meisten Infizierten wohnen in Radebeul. © Gesundheitsamt Meißen
Die mittlere Altersgruppe bleibt vorn.
Die mittlere Altersgruppe bleibt vorn. © Gesundheitsamt Meißen

Unter besonderer Obhut stehen nach wie vor die 38 Altenpflegeheime im Landkreis Meißen. Amtsärztin Petra Albrecht informierte über eine Telefonkonferenz der Corona-Leitstelle am Universitätsklinikum Dresden mit den Gesundheitsämtern am Mittwoch: „Wir haben uns mit dem Vorstand der Universitätsklinik Prof. Dr. Albrecht auch über Hygienekonzepte ausgetauscht.“ So soll eine Task-Force die Entwicklung der Infektionen in den Heimen beobachten und begleiten. „Wir hoffen sehr“, so Petra Albrecht, „gemeinsam gut durch diese Zeit zu kommen.“ 

An die Fernreisenden – von der Bundesregierung in die Heimat zurückgeholt  – ergeht die Bitte, sich nach Ankunft umgehend im Gesundheitsamt zu melden. Alle Rückkehrer erhalten einen Quarantänebescheid, der auch gegenüber dem Arbeitgeber den Sachverhalt rechtlich klärt. 

„Die große Menge an gespendeten Desinfektionsmitteln ist auf dem Weg an die im Krisenstab festgelegten Adressaten“, informierte Ronald Voigt, Leiter des Amtes für Brand-, Katastrophenschutz und Rettungswesen den Krisenstab. So erhalten alle Altenpflegeheime ein Kontingent an Handdesinfektion, ein weiterer Teil geht an die Rettungsdienste. 

Die 1. Beigeordnete des Landkreises Meißen Janet Putz berichtete über einen Kontakt mit der JVA Zeithain: „Die Vorbereitungen über die Produktion von Mund-Nasen-Schutz sind abgeschlossen." Allerdings, wer eine Auftrag für die Justizvollzugsanstalt hat, muss das Material mitbringen.

Das Osterfest, vielleicht schon im Dezember oder Januar mit der Familie geplant, verlangt in diesem Jahr nach neuen Ideen, um ein wenig Abwechslung zu garantieren. Für viele Unternehmen vor allem im Bereich Tourismus und Gastronomie wird es besonders schwierig. Darum soll an dieser Stelle über die Online-Plattform www.lokalhelden-sachsen.de informiert werden. Wer an den Feiertagen nicht auf sein Lieblingsrestaurant verzichten oder vielleicht etwas Neues probieren möchte, bestellt dort das Essen und holt es zur vereinbarten Zeit ab. (SZ/um)

Zum Thema Coronavirus im Landkreis Meißen berichten wir laufend aktuell in unserem Newsblog!

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