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Doch eine Neuinfektion in Mittelsachsen

Die Zahl der Nachweise im Landkreis liegt weiter bei 302. Trotzdem gab es einen weiteren positiven Test.

Erneut hat sich ein Mensch in Mittelsachsen mit dem Coronavirus infiziert.
Erneut hat sich ein Mensch in Mittelsachsen mit dem Coronavirus infiziert. © Symbolfoto: dpa/Peter Steffen

Mittelsachsen. Aus der aktuellen Statistik über die Corona-Fälle im Landkreis Mittelsachsen geht es nicht hervor. Denn die Zahl der positiven Nachweise des Virus im Kreis ist auch am Mittwoch bei 302 geblieben. Trotzdem gibt es einen neuen Fall, wie Kreissprecher André Kaiser am frühen Mittwochnachmittag bekanntgab.

"Es gab eine Korrektur, da eine Person dem Landkreis zugeordnet wurde, die hier aber nicht wohnt", erklärt Kaiser. Damit wäre die Gesamtzahl eigentlich gesunken. Doch dem Gesundheitsamt ist am Mittwoch ein neuer Fall gemeldet worden, der nun in die Statistik mit einfließt.

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Positiv getestet worden sei eine Person, die in Zusammenhang mit dem Ausbruchsgeschehen in Augustusburg stehe. Damit erhöhe sich die Zahl der positiv getesteten Personen in diesem Zusammenhang auf 42.

Am 15. Juni war bekannt geworden, dass am Regenbogen-Gymnasium in Augustusburg eine Lehrerin an Covid-19 erkrankt ist. Auch bei einigen Schülern war das Virus später nachgewiesen worden, ebenso bei Geschwisterkindern an Einrichtungen in Flöha und Penig. Das Gymnasium in Augustusburg war daraufhin behördlich geschlossen worden. Ab Donnerstag soll der eingeschränkte Regelbetrieb dort wieder aufgenommen werden.

267 Personen wieder gesund

Seit Beginn der Pandemie hat das Gesundheitsamt des Landkreises bisher 1.320 Quarantänebescheide für die Betroffenen sowie deren Kontaktpersonen angeordnet. Derzeit haben bereits 1.036 Personen diese wieder verlassen.

Von den 302 von dem Virus Betroffenen sind neun Personen verstorben. Ab Donnerstag gelten 267 der Covid-19-Patienten rein rechnerisch als genesen. Am Mittwoch sind es noch 250. Damit wird die Zahl der aktuell noch Infizierten von 43 auf 26 sinken. 

Weit entfernt vom Grenzwert

Der Landkreis entfernt sich in der aktuellen Entwicklung wieder deutlich von einem neuen Lockdown, der ab einem Grenzwert ab 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen droht. Am Mittwoch beträgt dieser Wert für den Landkreis 1,3.

Solange der Wert unter 20 bleibt, ist der normale Betrieb im Landkreis möglich. Es gelten die allgemeinen Maßnahmen für alle Phasen. So sieht es zumindest das neue Stufenmodell für Maßnahmen in Corona-Hotspots vor, der am Dienstag vom Sächsischen Gesundheitsministerium vorgestellt worden ist.

Übersteigt der Wert die 20, dann ist Stufe eins erreicht und alle Maßnahmen, die bisher im Kreis gelten, werden intensiviert.

In Phase zwei des Konzeptes wird ein Wert von 35 Fällen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten. In dieser Situation können Beschränkungen im öffentlichen Raum angeordnet werden. Dies bedeutet zum Beispiel die Schließung von Gemeinschaftseinrichtungen, die Absage von Veranstaltungen, die Sperrung von Plätzen. Zudem wird mehr Personen ein Test ermöglicht.

Bei 50 neuen Infektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen ist Stufe drei und der absolute Ernstfall erreicht. Um in diesem Fall die Infektionsketten zu unterbrechen, wird es Einschränkungen der Bewegungsfreiheit und Kontaktverbote oder Einschränkungen des öffentlichen Lebens geben. Zudem ist möglich, dass großflächig Einrichtungen geschlossen werden. Tests auf das Virus werden in dieser Phase für bestimmte Berufs- und Bevölkerungsgruppen zur Pflicht. Aufrechterhalten werden sollen die Maßnahmen dann solange, bis der Grenzwert wieder unterschritten wird.

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