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Verspäteter Start für Motorsportfreunde

Das erste Rennen findet als Nachtlauf am Sonnabend in Niesky statt. Aber erstmals ohne Zuschauer - wegen Corona.

Markus Reimann ist der Vorsitzende der MSG Niesky. Er und der Verein freuen sich, dass auf der Strecke am Ziegelweg wieder Rennen gefahren werden dürfen
Markus Reimann ist der Vorsitzende der MSG Niesky. Er und der Verein freuen sich, dass auf der Strecke am Ziegelweg wieder Rennen gefahren werden dürfen © André Schulze

Die Nieskyer Motorsportgemeinschaft (MSG) startet mit ihren kleinen benzin- oder elektrobetriebenen Flitzern in die neue Saison. Der Verein ist froh, dass er auf seiner Strecke am Nieskyer Ziegelweg wieder Gas geben kann. Aber diese Freude ist getrübt, denn das erste Rennen am Sonnabend muss ohne Gäste stattfinden. "Uns wird die Kulisse mit den Zuschauern am Sonnabend fehlen", sagt Vereinsvorsitzender Markus Reimann. 

Nicht nur, um die Piloten an ihren Steuergeräten anzufeuern, sondern auch als Einnahmequelle für den Verein. Denn auch wenn keine Besucher zur Rennveranstaltung erlaubt sind, so müssen die Hygieneregeln für die Teilnehmer und die Vereinsmitglieder selbst eingehalten werden. Das heißt für den Verein, Desinfektionsmittel, Papierhandtücher und Schutzmasken kaufen. Dazu sind Hinweisschilder anzubringen. Alles Aufwendungen, die bei normalen Rennen nicht notwendig sind. 

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Erste beiden Läufe abgesagt

Der Coronabedingte späte Start in die neue Saison wirbelt auch den Rennkalender durcheinander. Die Nieskyer fahren nicht nur um den Oberlausitz Cup (OLC), sie sind auch Ausrichter von zwei Läufen auf ihrer Strecke. Der erste Lauf sollte am 3. Mai in Bautzen/Litten starten und der zweite Lauf am 24. Mai in Niesky sein. Beide mussten abgesagt werden, sodass es erst mit dem dritten Lauf am vergangenen Sonntag in Lauba losgehen konnte. Damit wird es eine verkürzte Rennsaison für die Cup-Teilnehmer geben.

Die Nieskyer sind von den Motorsportfreunden zu ihrem traditionellen Nachtrennen am Sonnabend herzlich eingeladen. Das ist losgelöst vom OLC und steht allen Rennpiloten offen. "Die Strecke ist ab 14.30 Uhr für die Teilnehmer offen. Die Schrauberplätze haben wir so gut wie möglich mit Abstand organisiert. Deswegen steht nur eine begrenzte Anzahl an Tischen zur Verfügung", sagt Markus Reimann.  Die Vorläufe starten ab 17.30 Uhr und um das Finale wird ab 21 Uhr gefahren. Die Sieger stehen gegen 1 Uhr fest.

Eine neue Fahrzeugklasse

Die Motorsportfreunde rechnen den Umständen entsprechend mit 25 Teilnehmern in den verschiedenen Fahrzeugklassen. Der Idealfall sind 30 bis 40 Starter. Dabei wird es erstmals eine neue Klasse am Start geben: die Truggy-Fahrer. Truggy ist ein Wortspiel aus Buggy und Monster-Truck und umfasst die Modellautos, die eine Mischung aus beiden sind. Voranmeldungen zum Nachtrennen nimmt der Verein über seine Internetseite entgegen. Zwei Wochen später, am 12. Juli,  sind die Nieskyer Gastgeber für den nächsten Lauf um den Oberlausitzcup. Dann hoffen sie, zumindest begrenzt, Zuschauer wieder begrüßen zu können.  

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