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OB Hilbert: Dresdner bereits zu sorglos

Dresdens Oberbürgermeister fürchtet wegen der Lockerungen neue Corona-Infektionen. Viele Dresdner würden sich nicht an die Schutz-Vorgaben halten.

Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) fürchtet durch die "Leichtigkeit des Lebens" neue Infektionen.
Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) fürchtet durch die "Leichtigkeit des Lebens" neue Infektionen. © Sven Ellger

Dresden. "Ich mache mir Sorgen", sagt Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) auf die Frage, was er von den neuen Corona-Lockerungen hält. Sorgen jedoch nicht, weil er die Lockerungen für falsch halte.

"Aber ich nehme wahr, dass die Dresdner in einigen Bereichen nachlässiger werden, was die Hygienevorgaben anbetrifft", so Hilbert. "Das mit den Lockerungen ging jetzt sehr schnell, aber wir haben immer noch eine Gefahr durch Corona."

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Auf den Straßen registriere Hilbert selbst - und er werde auch von anderen darauf angesprochen - dass einige Dresdner zu nah an andere herangehen, sich Gruppen bilden und einige beim Einkaufen keinen Mundschutz tragen.

"Ich verstehe ja: Wir alle waren acht Wochen 'eingesperrt', konnten uns nur in einem engen Radius bewegen - da will jeder wieder raus und genießt das auch", so Hilbert. "Aber mir fehlt die Ernsthaftigkeit."   

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Der OB appelliert an die Dresdner, sich an die Regeln zu halten. "Viele sind bereits zu sorglos, so generieren wir möglicherweise Corona-Hotspots." Das wolle niemand. "Denn dann müssen wir alles erneut runterfahren und schließen."

Der OB sehe eigentlich mit Freude die Rückkehr zur "Leichtigkeit des Lebens". "Das ist gut, aber nur, wenn wir uns alle an die Regeln halten."

Die geplanten Schulöffnungen hält Hilbert für nachvollziehbar. "Wenn wir nahezu alles wieder öffnen, sind natürlich auch die Schulen dran."

Dresdens Schulen arbeiten nun daran, die Hygienevorgaben umzusetzen. "Dafür haben wir dieses Mal eine Woche Zeit", sagt Hilbert. "Das ist nicht lange, sollte aber reichen. Ich glaube, es ist der richtige Schritt." Bei den vorherigen Lockerungen hatte Hilbert sich mehrfach beschwert, das Land habe die Umsetzung zu kurzfristig gemacht, und dies als "Harakiri" bezeichnet. Dafür erntete Hilbert Kritik und schoss selbst scharf zurück: Er habe der Landeskoalition den Hintern gerettet.

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