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Corona: OB Hilbert verteilt Mundschutz

Die Stadt hat 200.000 Masken angeschafft. Denn ab Montag muss jeder Dresdner in Geschäften, Bussen und Bahnen so eine tragen. Einen Teil stellt der OB.

Am Montag gibt es die ersten Mund- und Nasenschutzmasken von Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP).
Am Montag gibt es die ersten Mund- und Nasenschutzmasken von Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP). © Robert Michael/dpa

Dresden. Kleine Läden und Baumärkte dürfen wieder öffnen. Allerdings gibt es ab Montag auch eine Mundschutzpflicht.

Damit die Dresdner mit Masken versorgt werden, hat Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) 200.000 davon bestellt. Die ersten werden gleich am Montag verteilt. Er hat auch Tipps zum Tragen.

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Ab 11 Uhr will Hilbert einen Teil der Masken an der Goldenen Pforte am Rathaus am Dr.-Külz-Ring ausgeben. "Für alle, die meinen, sich selber keinen Schutz beschaffen zu können", sagt Hilbert.

Die Masken seien besonders wichtig, weil ab Montag auch Lockerungen der Corona-Regeln gelten. So dürfen Geschäfte bis 800 Quadratmeter Größe, Baumärkte und einiges mehr wieder öffnen. 

"Die Infektionszahlen steigen in Dresden weiter" warnt OB Hilbert. Am Sonntag wurde ein weiterer Corona-Todesfall bekannt. "Die Lockerungen sind gut. Aber die Maskenpflicht beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr dafür auch wichtig. Sonst stiegen die Infektionen sprunghaft an."

Er denkt aber, dass viele Dresdner sich bereits mit Masken versorgt haben. Außerdem reicht auch ein Schal oder ein Tuch, um andere zu schützen. Zudem erwartet der Oberbürgermeister, dass Betreiber von Baumärkten und anderen Geschäften auch Masken für ihre Kunden bereithalten. Denn die 200.000 Stück, die er angeschafft hat, reichen nicht für alle gut 560.000 Dresdner. Das sei klar.

Das tragen der Masken sei aber auch nur in geschlossenen Räumen sinnvoll oder wenn man auf größere Menschenansammlungen trifft und der Sicherheitsabstand nicht eingehalten werden kann.

"Beim Spaziergang ist es nicht sinnvoll, eine Maske zu tragen", rät OB Hilbert. "Experten sagen, sie durchfeuchten und bieten dann deutlich weniger bis gar keinen Schutz." Deshalb sollen die Masken keinesfalls dauerhaft getragen werden.

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Hilbert fordert auch die Stadträte auf, eine Schutzmaske zu tragen, wenn sie am kommenden Donnerstag zur Stadtratssitzung mit ihm zusammenkommen.

"Wir haben eine Vorbildfunktion, auch wenn eine Maske bei so einer Sitzung nicht verpflichtend ist: Ich bitte alle dringend darum, eine zu tragen - wie es auch Bundeskanzlerin Angela Merkel formuliert hat", appelliert der OB. 

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