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Odeg geht gegen Masken-Verweigerer vor

Ab Montag wird ein Sicherheitsdienst in den Zügen unterwegs sein, um das Tragen durchzusetzen. Nur nicht auf den Strecken in Ostsachsen.

Symbolbild
Symbolbild © André Schulze

In den Zügen der Ostdeutschen Eisenbahn (Odeg) wird ab kommendem Montag ein Sicherheitsdienst eingesetzt, um gegen Masken-Verweigerer vorzugehen. Das betrifft jedoch nicht die Strecken in Sachsen, also Hoyerswerda-Görlitz und Weißwasser-Görlitz-Zittau. Der Grund: Hier verhalten sich die Fahrgäste vorbildlich, gibt's keine Probleme, wie Odeg-Sprecherin Dietmute Graf berichtet. "Und wer die Masken vergessen hat, für den finden wir auch eine Lösung", sagt sie. Anders sieht das Bild nach ihrer Aussage auf den Strecken in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Berlin aus, insbesondere in größeren Stadtbahnlinien. Sollten jedoch in Sachsen Probleme auftreten, werde der Sicherheitsdienst aufgestockt, so die Sprecherin.

Wer sich gegen die bundesweite Pflicht zum Tragen hinwegsetze, hätte im Zug nichts verloren, so Geschäftsführer Bernd Schniering und spricht von einem unsozialen, fahrlässigen Verhalten. "Sie gefährden mit ihrem Handeln die Gesundheit unserer Fahrgäste sowie Kollegen an Bord." Die Odeg versuche mit allen Mitteln, die AHA-Formel - Abstand wahren, auf Hygiene achten und Alltagsmaske tragen - der Bundesregierung durchzusetzen. 

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Ausschluss von der Fahrt

Die Akzeptanz und Umsetzung der Maskenpflicht ist laut Schniering bei den Fahrgästen sehr hoch. Der Sicherheitsdienst soll nun dazu beitragen, eine zweite Welle der Pandemie zu verhindern und das Streitpotenzial im Zug zu mindern. Dafür hat Odeg die Wisag Dienstleistungsholding GmbH engagiert. "Die Teams werden das Tragen der Maske einfordern und durchsetzen", so der Geschäftsführer. Es gehe um ein freundliches, aber bestimmtes Daraufhinweisen. Wer sich dennoch weigere, der könne des Zuges verwiesen werden. Das inzwischen bundesweit beschlossene Bußgeld von mindestens 50 Euro können hingegen weder Servicepersonal noch Sicherheitsdienst verhängen. Es sei noch unklar, wer das durchsetze, so Dietmute Graf. Theoretisch wären die Ordnungsbehörden dafür zuständig. "Die Politik macht es sich da sehr einfach." 

Die Odeg hat schon vor Längerem Sicherheitsvorkehrungen getroffen, im Kampf gegen Corona. So werden die Türen der Züge automatisch geöffnet, tragen Zug-Begleiter eine Maske oder ein Gesichtsschutzschild. Plakate, Monitore, Bordansagen sowie  persönlichen Ansprachen weisen auf die Maskenpflicht hin. Zudem werden die Züge innen häufiger gereinigt und desinfiziert.

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